Greg Palast ist ein investigativer US-Journalist der seit rund 20 Jahren Wahlmanipulationen in den USA aufdeckt. Auch bei der kommenden Wahl werde manipuliert.

Millionen von Stimmen würden einfach nicht gezählt werden, hat Greg Palast herausgefunden. In seinem Buch "Gern geschehen, Mr. President! Wie man die US-Wahl in 10 einfachen Schritten manipuliert", das auch in Deutschland erschienen ist, beschreibt er die verschiedenen Betrugsszenarien.

Greg Palasts Enthüllungen sind keine spekulativen Verschwörungstheorien, sondern stützen sich auch auf Zahlen der US-Wahlbehörde. Die "US Election Asisstance Commission" hat in ihrer Statistik ermittelt, dass bei den Mid-Term-Wahlen 2014 mehr als 300.000 Menschen einfach von der Wählerliste gestrichen wurden, weil sie angeblich Verbrechen begangen hatten. Nach dem Gesetz ist das so zulässig. Ob die Wähler tatsächlich Verbrecher sind, ist allerdings zweifelhaft. Denn die Behörde überprüft den Vorwurf nicht. Nach Greg Palasts Recherchen ist vielen Wählern bei den Präsidentschaftswahlen 2000 somit unrechtmäßig das Wahlrecht entzogen worden.

"We had thousands of black men accused of being criminals. And none of them were. I mean, absolutely none of them."
Greg Palast, investigativer Journalist

Dahinter steckt, dass viele der Beschuldigten einfach nur den gleichen Namen tragen, wie jemand der irgendwo anders ein Verbrechen begangen hat. Als Greg Palast das aufgedeckt hatte, war es bereits zu spät. Die Wahl war durch und George Bush hatte gewonnen - mit nur 537 Stimmen Vorsprung.

In seinem aktuellen Dokumentarfilm "The Best Democracy Money Can Buy" geht es ebenfalls um Wahlbetrug. Beispielsweise können Wahlleiter bereits registrierte Wähler einfach wieder von der Liste streichen. Diese Wahlleiter sind meist parteiisch. Sie sind durchaus bereit, Republikaner wie Demokraten, bereits registrierte Wähler von der Liste wieder zu streichen.

Um die Streichung zu begründen, arbeiten die Wahlleiter mit einem Trick: Sie schicken beispielsweise Studenten einen Brief, in dem sie die Registrierung bestätigen und fordern sie auf, den Brief an den Wahlleiter zur Bestätigung zurückzuschicken. Tun sie das nicht, nimmt der Wahlleiter an, dass die Adresse nicht stimmt und streicht sie von der Wahlliste. Will der Wahlleiter möglichst viele Wähler von seiner Liste streichen, verschickt er den Brief mit einer Frist innerhalb der Semesterferien.

"If you got a Republican party official in charge of the vote and they get the request from the Republican party to remove these voters, they say: Yes! We remove these voters."
Greg Palast, investigativer Journalist

Auch Donald Trump ist auf das Thema Wahlbetrug aufgesprungen. Seine Sorge ist, dass manche Wähler doppelt wählen würden, weil sie sich in mehreren Bundesstaaten registrieren lassen würden. Würden die Bundesstaaten ihre Daten abgleichen, würde sich das Problem minimieren. Dieser sogenannte Crosscheck birgt aber gleichzeitig eine andere Form des Betrugs in sich.

Millionenfacher Wahlbetrug bei der kommenden Wahl

Greg Palast ist in den Besitz einer Wählerliste gekommen, auf der Wähler stehen, die angeblich bei der letzten Wahl mehrfach abgestimmt hätten. Tatsächlich handelt es sich um unterschiedliche Wähler mit dem selben Namen. Davon sind vor allem Asiaten und Afroamerikaner betroffen, weil sie häufig gleiche Namen tragen.

Greg Palast hat ein paar gestrichene Wähler aufgespürt und sie damit konfrontiert. Sie waren alle überrascht. Dass man von der Wählerliste gestrichen ist, erfährt der Wähler frühestens, wenn er im Wahlbüro auftaucht und nicht wählen darf. Greg Palast geht für die kommende Wahl davon aus, dass rund eine Million Amerikaner so um ihr Wahlrecht betrogen werden.

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