Gregor und sein Vater sind sich einig: Gregor übernimmt den Familienbetrieb, den sein Vater und Großvater aufgebaut haben – eine mittelständische Plastikfabrik. Doch das klappt nicht. Gregors Vater ist  immer noch fast jeden Tag in der Firma, obwohl er inzwischen Mitte 70 ist. Gregor hat das Gefühl, dass sein Vater langsam die Firma ruiniert und damit auch Gregors Existenz. Aber reden? Unmöglich.

"Der geht eigentlich seit zehn Jahren jetzt in den Ruhestand. Wir haben irgendwann mal ausgedealt: Einen Tag in der Woche bleibst Du zu Hause und dann jedes Jahr einen Tag mehr die Woche. Aber irgendwie hat das nicht so ganz funktioniert.“
Gregor hat Angst um die Firma und vor der Zukunft

Deutschlandfunk Nova Autorin Kerstin Ruskowski hat Gregor zum ersten Mal bei einer Umweltorganisation getroffen, für die beide aktiv sind. Als sie über ihre Jobs geredet haben, sagte Gregor grinsend: "Ich erbe gerade eine Plastikfabrik." Zuerst hat Kerstin gedacht, dass es Gregor peinlich ist, gleichzeitig Plastikproduzent und Umweltschützer zu sein. Dann hat sie gemerkt, dass das eigentliche Problem die Sprachlosigkeit zwischen ihm und seinem Vater ist.