Die Journalistin Greta Taubert ist unser Gast in der Redaktionskonferenz. In ihrem Buch "Apokalypse jetzt!" erzählt sie, wie sie ein Jahr lang auf viele Annehmlichkeiten verzichtet hat, um sich so auf eine neue Gesellschaft vorzubereiten.

Die Apokalypse wird nicht mit einer Heuschreckenplagen über uns hereinbrechen, es wird keine Feuerbälle geben, die vom Himmel auf uns herabregnen. Realistischer scheint es, dass unsere Zivilisation mit einem gewaltigen Crash endet. Wenn das Finanzsystem vielleicht am Ende ist oder wenn die Ölvorräte aufgebraucht sind und keine Alternative gefunden wurde. So stellt sich Greta Taubert die Apokalypse vor.

"Fuck, hier stürzt gerade eine Volkswirtschaft nach der anderen ab und reißt Hunderttausende von Menschen in die existenzielle Bedrohung. Was mache ich, wenn es auch hier so weit ist?"

Ganz ehrlich: Wenn alles kollabiert, wäre Greta vor einem Jahr so aufgeschmissen gewesen wie alle anderen auch, ein paar Survival-Profis ausgenommen. Wer weiß schon noch, wie man Getreide anbaut, einen Stromgenerator repariert oder sauberes Trinkwasser findet? Diese Fragen hat sich die 30-jährige Journalistin gestellt - und in einem ein Jahr dauernden Experiment die Antworten gesucht.

Vorbereiten auf die Apokalypse

Greta hat aufgehört, sich auf Konsum zu verlassen und hat sich stattdessen unabhängig gemacht. Sie hat Jagen gelernt, stellt Möbel und Kleider aus Müll her, züchtet Pilze im Keller, in der Dusche und wo auch immer sie sonst noch wachsen. Nach ihrem Experiment wird sie 20 Kilogramm abgenommen haben - und fühlt sich vorbereitet.

Auch nach ihrem Experiment hat sich Greta übrigens nicht ganz von ihren Notrationen verabschiedet, einen kleinen Vorrat hat sie immer noch im Keller parat. Kann ja nie schaden.