In Griechenland ist immer noch Krise. Nicht ganz so schlimm, wie vor sechs Jahren - aber auf Geld von außen ist Griechenland immer noch angewiesen.

Da war doch mal was mit… Griechenland. Zum Beispiel der Beinahe-Staatskollaps, die hohen Schulden, Arbeitslosigkeit, Rentenkürzungen, Krankenhäuser wurden dicht gemacht. Und heute?

Heute (06.02.2017) wird mal wieder getagt. Beim Internationalen Währungsfonds, einer der Hauptgeldgeber Griechenlands, kommt das so genannte Executive Board zusammen. 22 Experten entscheiden darüber, wie es mit Griechenland und den Schulden weiter geht.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • Entweder entscheidet sich der IWF für "weitermachen" - dann gibt es neues Geld für Griechenland. Das Land braucht nämlich immer noch neue Kredite.
  • Oder der IWF zieht die Notbremse und gibt kein Geld mehr. "Das kennen wir vom IWF schon seit längerem. Die haben sich immer wieder quergestellt und gesagt: Was Griechenland an Krediten bekommen hat, werden die nie im Leben zurückzahlen können", sagt DRadio-Wissen-Reporter Jörg Brunsmann.
"Hier geht es ja um Politik. Und um Ideologie."
Jörg Brunsmann, DRadio Wissen

Laut Jörg Brunsmann läuft es in Griechenland auf einen Schuldenschnitt hinaus - der nur nicht so heißen darf. "Rein nach den Zahlen ist Griechenland schon lange pleite." Deshalb dürften die deutschen und europäischen Politiker auch ganz froh sein, dass Griechenland nicht mehr die Schlagzeilen bestimmt - weil sie dann erklären müssten, warum Griechenland immer neue Milliarden bekommt.

Eine Erklärung könnte lauten: Gerade jetzt, wo Europa in der Krise steckt, wird man Griechenland nicht wirtschaftlich hängen lassen.

Besser, aber nicht gut

Das schlimmste Jahr für Griechenland war 2011, da ist die griechische Wirtschaft um fast zehn Prozent geschrumpft. 2016 gab es zwar (vorläufige Zahlen) mit 0,06 Prozent kein nennenswertes Wachstum, aber immerhin auch keine Rezession mehr.

Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist leicht zurückgegangen von 60 Prozent (im Jahr 2013) auf aktuell 45 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei sechs Prozent.