Wie kann Grundeinkommen funktionieren? Meera Zaremba hat das in einem dreimonatigen Praktikum ausprobiert und damit den Berufseinstieg geschafft.

Michael Bohmeyer, der Gründer von Mein Grundeinkommen, und sein Team haben Meera Zaremba anfangs keine Aufgaben in ihrem Praktikum gestellt und auch keine Vorgaben bezüglich der Arbeitszeit gemacht. Sie musste sich ihren Platz im Team und ihre Aufgaben selbst suchen. Für sie war klar, dass sie Vollzeit arbeitet. Als Grundeinkommen hat sie 1000 Euro im Monat erhalten.

"Ich habe das wirklich als Grundeinkommen empfunden, so dass ich davon leben und frei bestimmen kann, was ich mit meiner Zeit mache."
Meera Zaremba, Praktikantin "Mein Grundeinkommen"

Meera hat sich die Öffentlichkeitsarbeit zur Aufgabe gemacht, Artikel geschrieben, gebloggt und sich vor allem um die Betreuung der sozialen Netzwerke gekümmert. Arbeit sei genug da, sagt Meera. Derzeit wird die Website neu aufgesetzt. Viel Arbeit für ein Team von elf Leuten, in dem nicht alle Vollzeit arbeiten. Wobei das Team eine Vier-Tage-Woche hat.

"Weil ich 'Mein Grundeinkommen' und die Menschen, die dort arbeiten, sehr gerne mag, habe ich mich dazu entschieden, meine Zeit mit der Arbeit zu verbringen."
Meera Zaremba, Praktikantin "Mein Grundeinkommen"

"Mein Grundeinkommen" verwaltet viele Spendengelder. Deshalb, so Meera, sei gerade Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig, damit die Spender wissen, was mit ihrem Geld passiert. Die Arbeit mache ihr großen Spaß, die Hierarchien seien flach, es arbeiten vor allem Jüngere in dem Team, die sich alle gleichermaßen die Frage stellen: Wie wollen wir arbeiten? Denn nur weil jemand länger im Büro sitzt und arbeitet, sei er nicht produktiver, ist Meera überzeugt. Die Arbeit im Team sei so organisiert, dass genügend Raum für Kreativität bliebe.

Inzwischen hat Meera ihr Praktikum beendet und arbeitet weiter im Team für die Öffentlichkeitsarbeit - für ein normales Gehalt.

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