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Sächsisch, Bayerisch, Norddeutsch: Wenn wir Dialekt sprechen, ist das für viele von uns mehr als nur eine Sprache. In dieser Folge der Ab 21 erklärt Khalil warum Dialekte für ihn ein Hilfsmittel sind, um Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Zudem verrät Clemens, warum sein Dialekt eng mit seiner Identität verwoben ist. Und eine Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin erklärt, wie Dialekte beeinflussen, wie wir von anderen wahrgenommen werden.

Als Khalil vom Syrien nach Deutschland kam, lernte er nicht nur eine sondern gleich drei neue Sprachen. Nur Hochdeutsch zu sprechen war ihm zu langweilig, erzählt er. Deshalb brachte er sich auch die Dialekte badisch und schwäbisch bei. Inzwischen bringt er in Online-Kursen anderen Menschen diese Mundarten und ihre Besonderheiten bei. Khalil findet, Dialekte sind eine tolle Art, sich mit Menschen auf Augenhöhe zu unterhalten.

Khalil steht vor einer Graffiti-Wand
© Khalil
Nur Hochdeutsch zu sprechen, war Khalil zu langweilig.

Wenn wir mit unserem Dialekt Scham verbinden

Clemens bezeichnet Heimat als einen Ort, an dem er versteht und auch verstanden wird – doch das war nicht immer so. Während seiner Studienzeit schämte er sich für seinen sächsischen Dialekt und all die Vorurteile, die damit noch immer einhergehen. Krampfhaft versuchte er Hochdeutsch zu sprechen. Inzwischen spricht Clemens wieder Dialekt – aus Heimatverbundenheit zum Erzgebirge, wie er sagt.

Clemens steht an einer Bushaltestelle.
© Tine Jurtz Fotografie
Clemens schämt sich nicht mehr für seinen sächsischen Dialekt.

Außerdem im Podcast: Die Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin Kerstin Trillhaase erklärt, wie Dialekte beeinflussen, wie wir von anderen wahrgenommen werden.

Mehr zum Thema:

Wissenswertes zu Dialekten:

  • Wenn wir Dialekt sprechen, dann verdienen wir weniger! Wissenschaftler beschäftigten sich für eine Studie vom National Bureau of Economic Reserch in den USA im Jahr 2020 mit der Frage, ob Dialektsprecher*innen in Deutschland am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Sie fanden heraus: Menschen, die einen starken Dialekt haben, verdienen im Durchschnitt 20 Prozent weniger als die, die Hochdeutsch sprechen.
  • Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Deutsche Sprache ist sächsisch der unbeliebteste Dialekt in Deutschland. 30 Prozent der Befragten geben an, dass sie diese Regionalsprache als "besonders unsympathisch" empfinden.
  • Sehr beliebt ist dagegen das Norddeutsche. 24 Prozent der Befragten hören es gerne, nur sieben Prozent mögen es nicht.
  • Beim bayerischen Dialekt – er umfasst, das, was im bayerischen, nicht etwa im fränkischen oder schwäbischen Teil Bayerns gesprochen wird – hingegen scheiden sich die Geister. Hier geben 20 Prozent der Befragten an, dass sie ihn als "sympathisch" bewerten, 13 Prozent finden ihn "unsympathisch".

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