Übung macht den Meister, heißt es. Das ist nicht falsch, aber reicht nicht. Denn Übung ist etwa im Sport nur zu 17 Prozent für den Erfolg verantwortlich.

Wer 10.000 Stunden übt, ist ein Meister in dieser Disziplin. Diese Regel wurde und wird immer wieder zitiert. Sie stimmt aber nicht.

Ein Forscherteam der US-Universität Princeton hat Daten von insgesamt 88 Studien ausgewertet, und das Ergebnis dieser Analyse ist ein Tiefschlag für alle, die meinen, sich mit Fleiß zum Genie hocharbeiten zu können: Demnach hängen gerade mal zehn bis zwanzig Prozent der Leistung in den einzelnen Disziplinen davon ab, wie viel wir üben.

Gut werden hängt von der Umgebung ab

Die restlichen 80 bis 90 Prozent teilen sich auf in zum Beispiel das Einstiegsalter. Ein Musikinstrument lernt man mit jungen Jahren nämlich deutlich schneller als mit 30. Auch spielt die Umgebung eine Rolle: In Deutschland sind die Rahmenbedingungen für Fußballer besser, während man in China bessere Trainingszentren für Tischtennis findet.

In der Musik spielt Üben übrigens eine etwas größere Rolle als beim Sport.