Es ist einer der größten digitalen Bankraube aller Zeiten:  IT-Kriminelle haben die Währungsbörse Coincheck gehackt - und so Einheiten im Wert von 430 Millionen Euro geklaut.

Es ist vermutlich der größte Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährungen. Unbekannte haben die Cyberwährungsbörse Coincheck gehackt und Einheiten der Kryptowährung XEM im Wert von rund 430 Millionen Euro geklaut.

Wie der Hack genau abgelaufen ist, ist zurzeit noch unbekannt. Die Firma, die die Software von Coincheck programmiert hat, hat angedeutet, Coincheck hätte nicht alle Sicherheitsmaßnahmen aktiviert, die eigentlich vorgesehen und möglich sind.

"Die Betreiber einer Cyberbörse könnten da auch selbst etwas manipulieren, sprich die Kohle in die eigene Tasche stecken - aber das sind zurzeit pure Vermutungen."
Michael Gessat, Deutschlandfunk Nova

Als der Diebstahl am späten Freitagabend (26.01.) bekannt wurde, sind praktisch alle Cyberwährungen im Kurs eingebrochen. Es ist zwar nicht das erste Mal, dass eine Cyberwährungsbörse gehackt wurde, doch war der XEM-Diebstahl ein neues und besonders drastisches Beispiel, wie viel Geld auf einen Schlag entwendet werden kann, wenn die Sicherheitsvorkehrungen nicht perfekt sind.

Coincheck-Kunden sollen entschädigt werden

Die Cyberwährungsbörse Coincheck hat angekündigt, die 260.000 Bestohlenen zu entschädigen. Allerdings reichen die Rücklagen vermutlich nicht aus.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Cyberwährungsbörse gehackt worden ist. 2014 hatte es die Plattform "Mt. Gox" erwischt. Der Verlust damals betrug ebenfalls fast eine halbe Milliarde Dollar.