Alle Foodies auf Instagram müssen jetzt stark sein: Hässliches Essen ist der neueste heiße Scheiß. 

Eine Studie der Uni Göttingen hat es endlich herausgefunden: Jeder Zehnte von uns ein Foodie - also jemand, der den ganzen Tag überlegt, was er oder sie oder er kochen könnte und wie sich das Ergebnis möglichst gut auf Instagram in Szene setzen lässt. Ihr gehört eher zu den anderen Neun? Euch gehen Bilder von Smoothie-Bowls oder makellos arrangierten Guacamole-Burgern auf den Sack? Dann haben wir eine beruhigende Nachricht für euch: Der heißeste Scheiß sind - gerade jetzt zur Vorweihnachtszeit - Feeds und Blogs mit hässlichem Essen. 

Mut zum missglückten Essen ist der erste Foodtrend auf Instagram, den auch unsere Netzreporterin Martina Schulte gut heißen kann. Weil auch sie die ganzen perfekt ausgeleuchteten Wraps und Bowls und Ramen nicht mehr sehen kann. Und deswegen ist sie unendlich dankbar für Zusammenstellungen wie die der Kollegen von Ze.tt. Sie haben die hässlichsten Foodfeeds und Blogs zusammengetragen

Ganz klar auf Platz eins: der Klassiker Worst of Chefkoch. Das Blog sammelt die hässlichsten Beiträge der Kochplattform chefkoch.de. Etwa gefüllte Schildkröte, den Wurstring im Ofen, der die Form eines Adventskranzes mit vier Kerzen hat oder die Überraschungsrolle, eine echte Pastete des Grauens, die mit einer glitschigen grünen Masse aus Käse, Würstchen, Hack und Semmelknödeln gefüllt ist.

Y’all up? Bae brought wings n tings...#cookingforbae

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Und dann ist da noch der Instafeed cooking for bae. Hier werden lauter Essensideen gepostet, die wirklich total daneben sind. Zum Beispiel die kotzgrüne 7-up-Torte mit Marhsmellowstücken. Dabei bewahrheitet sich, was Jonathan schreibt, einer der Macher von Worst of Chefkoch: Solche Feeds sind ein Ventil gegen den Druck, der sich in der eigenen Facebook-Timeline aufbaut, wenn Freunde posten, wie gut sie kochen können. Und da sei das Bild einer hässlichen Reiswaffel mit Gurke vielleicht das beste Gegenmittel.

Kochbücher aus den 70ern - noch ohne Instagram-Filter

Sehr schön auch der Twitteraccount 70s Dinner Party, mit den besten Bildern aus den Kochbüchern unserer Eltern. Die hatten in den Siebzigern noch Kochbücher völlig ohne Instagram-Filter, extra Beleuchtung oder Foodstylisten. Und dann sah das Ergebnis schon mal so aus, wie dieser mit einer Paprika-Käse-Paste gefüllte Weißkohl: dekorativ längs durchgeschnitten - das Lindgrün des Kohls kann also mit dem Rot der Füllung einen gewagten Komplementärkontrast eingehen. Bon Appetit!