Kein Widerspruch: Weltweit steigt die Zahl der Haifischattacken, doch für den Einzelnen sinkt die Gefahr, angegriffen zu werden. Wie kommt's?

Die Antwort liegt in der der Statistik: Weil viel mehr Menschen als noch vor Jahren im Meer schwimmen oder Sportarten ausüben, ist die Zahl der Haifischattacken gestiegen. Gleichzeitig sinkt dabei das Risiko des Einzelnen, von deinem Hai angegriffen zu werden. Diese statistische Paradoxie haben Wissenschaftler der Stanford University bei der Auswertung von Daten aus Kalifornien seit den 1950er Jahren herausgefunden.

Außerdem haben die Forscher festgestellt, dass die meisten Angriffe im Oktober oder November registriert werden und mehr im Norden als im Süden Kaliforniens auftreten. Und nicht jeder Schwimmer ist gleich gefährdet: Vor allem Taucher, die nach Abalonen tauchen, haben das größte Risiko, von Haien angegriffen zu werden. Und dennoch: Nur einer von 1,5 Millionen Abalonen-Tauchern wird überhaupt angegriffen.

Für einen Schwimmer ist das Risiko zu ertrinken, 2000-mal wahrscheinlicher, als durch einen Haiangriff zu sterben. Denn in der Regel treffen Schwimmer und Haie gar nicht erst aufeinander, weil sie sich nicht an denselben Stellen im Meer aufhalten.

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