Wer mit Hashtags auf Twitter und Instagram Themen sucht, wird bei ganz unterschiedlichen Diskussionen im Netz landen.

Forscher vom Pew Research Center haben sich gefragt, ob die Diskussionen im Netz über all gleich verlaufen oder ob sich Unterschiede feststellen lassen. Für ihre Studie haben sie Twitter und Instagram mit dem Hasthag #Ferguson untersucht. Viele US-Amerikaner haben in den sozialen Medien über den Tod des schwarzen Jugendlichen Michael Brown diskutiert, der von einem weißen Polizisten in der US-Stadt Ferguson erschossen wurde.

Weniger Zeichen - konkretere Diskussion

Die User haben auf Instagram mit dem Hashtag #Ferguson eher allgemein zu Rassismus oder Polizeigewalt gepostet, statt konkret zu dem Ereignis. Nach Angaben der Forscher beziehen sich bei Twitter 86 Prozent der Hashtags mit Ferguson direkt auf die Erschießung von Michael Brown, die Proteste danach und die Reaktion der Behörden. Bei Instagram gehen nur in 38 Prozent der Posts konkret um Ferguson. Grund könnte sein, dass bei Instagram mehr Zeichen für die Posts zur Verfügung stehen als bei Twitter.

Hashtag-Eigenleben

Auf Twitter haben die User konkreter zum Ereignis getweetet. Daraus folgern die Forscher, dass Diskussionen auf verschiedenen Social-Media-Plattformen zu ein und dem selben Hashtag ganz verschieden verlaufen können. Die Hashtags ermöglichen den Usern Infos zu sortieren oder führen sie zu einem Thema hin. Hashtags können aber auch ein Eigenleben entwickeln und in ganz anderen Diskussionen wieder auftauchen wie zum Beispiel #Aufschrei.