Manchmal ist es so, als ob Heike oben Giraffe und unten Elefant wär, sagt sie. Denn egal wie viel sie abnimmt: Die Beine bleiben dick oder werden noch dicker. Inzwischen hat sie eine Erklärung und eine Handlungsoption.

Es fängt in der Pubertät an. Heikes Beine - von Oberschenkel bis zum Knöchel - verändern sich. Sie werden dick, so sehr, dass irgendwann ihre Knie nicht mehr zu sehen sind. Heikes Oberkörper hebt sich langsam vom unteren Teil ab. Sie ist oben dünn, hat eine schmale Taille, ein schmales Gesicht, dünne Arme. Wenn sie Sport und Diät macht, sieht man schnell ihre Rippen. Doch die Beine werden immer dicker.

Manchmal ist es so, sagt Heike, als wäre sie obenrum eine Giraffe und unten ein Elefant. Ihr Körper unterliegt einem Missverhältnis, das immer größer wird. Dazu kommen schlimme Schmerzen. Heike verspürt Druck in den Beinen, kriegt sofort blaue Flecken. An heißen Sommertagen, sagt sie, fühlt es sich so an, als trüge sie eine Fleischhose, die aus allen Nähten platzt.

Selbst Schuld?

Sie geht mit ihren Beschwerden zum Arzt. Sie soll abnehmen und mehr Sport machen, heißt es dort. Heike glaubt jahrelang, sie sei selbst schuld an ihrer Figur. Bis sie im Alter von 25 im Netz zu recherchieren beginnt. Und auf eine seltene, vielen Ärzten unbekannte Krankheit namens Lipödem stößt.

Heike hat inzwischen einen Weg gefunden. Ihre Beine haben massiv an Gewicht verloren.