Fußballstar werden, unsere selbst geschriebene Musik verkaufen oder für die eigenen Fotos bezahlt werden: Manche Menschen haben ihr Hobby zum Beruf gemacht, wie sie das geschafft haben, erzählen sie uns in der Ab 21.

Dominik der Zauberkünstler

Schon ganz früh konnte Dominik sich stundenlang mit seinem Zauberkasten beschäftigen und Kunststücke einüben, um sie später stolz seiner Familie zu präsentieren: "Ich war total verliebt in die Zauberkunst." Inzwischen macht er seine Shows nicht mehr nur im Wohnzimmer seiner Eltern, sondern auf großen Bühnen.

Nach fünf Semestern Wirtschaftspsychologie Studium hat er gemerkt, dass er sich viel lieber intensiver dem Zaubern widmen möchte und hat alles auf eine Karte gesetzt: Seit zweieinhalb Jahren ist Dominik hauptberuflich Zauberkünstler und hatte im letzten Jahr 70 Auftritte.

"Du brauchst den Mut auf die eigene Leidenschaft zu hören und die auch durchzusetzen."
Dominik, Zauberkünstler

Dominik hat erfolgreich sein Hobby zum Beruf gemacht, anderen, die das auch schaffen wollen, rät er, mutig zu sein und nicht so viel Wert auf die Meinung anderer Menschen zu legen. Ob er seine Kunststücke verraten würde, erzählt er uns im Interview.

Das Risiko eingehen und unser Hobby zum Beruf machen?

Beruflich das zu machen, was wir lieben: Das klingt einerseits toll, andererseits aber auch nach einem möglichen finanziellen Risiko. Karriereberaterin Silke Koppitz sagt, dass wir trotzdem unser Hobby zum Beruf machen können, wir sollten es nur nicht Hals über Kopf angehen.

Zum Beispiel sollten wir erst einmal schauen, ob wir parallel zu unserem aktuellen Job oder neben dem Studium den Hobby-Beruf ausprobieren können: "Wenn es sich richtig anfühlt und du es getestet hast, ist das eine perfekte Kombination." Zum Test gehöre auch, sich mit Menschen auszutauschen, die einen ähnlichen Werdegang hinter sich haben und erfolgreich waren.

"Es ist trotzdem völlig in Ordnung, in der Freizeit Dinge zu machen, die du gern machst und mit denen du kein Geld verdienst."
Silke Koppitz, Karriereberaterin

Zusätzlich sollte unser Traumberuf auch zu unseren Lebensumständen passen, sagt
die Karriereberaterin. Wer eigentlich ganz gern an einem Ort lebt, sollte deshalb vielleicht nicht Reiseblogger oder Reisebloggerin werden.

Von der Erzieherin zur Konditormeisterin: Carina hat sich ihren Traum erfüllt

Vor acht Jahren hat Carina mit dem Backen angefangen und sich gern auf Youtube-Tutorials für Motivtorten angeguckt. Nach den ersten missglückten Versuchen bekommt sie immer mehr Komplimente aus ihrem Freundeskreis und nimmt sogar Aufträge an.

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Inzwischen ist sie Konditorin und will im Januar ihre Prüfung zur Konditormeisterin ablegen – wie sie dahin gekommen, erzählt sie uns im Podcast!

Work-Life-Balance: Was wollen wir eigentlich?

  • Millenials und die Generation Z haben hohe Ansprüche an ihren Job bzw. ihre
    Arbeitgeber. Laut dem Deloitte Millennial Survey 2019 wollen sie zwar auch hohe Gehälter bekommen, aber oben auf der Prioritätenliste steht, dass sie Reisen und die Welt sehen wollen.
  • In der 2018 erhobenen Pisa-Studie haben die meisten Mädchen in Deutschland angegeben, dass sie Lehrerin werden wollen, darauf folgten die Berufswünsche Ärztin, Erzieherin oder Psychologin. Bei den Jungen der gleichen Altersklasse lagen die Jobs IT-Spezialist, Industrie- oder Automechaniker, Polizist oder Lehrer vorn.
  • Millenials machen 2020 ein Drittel der weltweiten berufstätigen Bevölkerung aus, sie möchten nicht in erster Linie eine Führungsposition besetzen, sondern wollen mit tollen Menschen zusammenarbeiten. Das gaben ein Drittel der Befragten bei einer Studie der Manpower Group an.
  • Ein guter Arbeitsplatz bedeutet für neunzig Prozent der Befragten, dass es eine gute Arbeitsatmosphäre gibt. Ähnlich wichtig ist Kollegialität, das Gehalt wird erst an fünfter Steller genannt.