Der Streber unter den Rappern: Prinz Pi - früher mal Prinz Porno - hat 13 Alben herausgebracht. Am 5. Februar kommt Nummer 14 "Im Westen Nix Neues".

Der 37-jährige Prinz Pi kommt recht bescheiden daher, bürgerlich Friedrich Kautz, hatte er nicht das Ziel, ins Big Music Business einzusteigen. Trotzdem hat der Berliner Rapper Erfolg: "Kompass im Norden", sein letztes Album, hat sich 100.000 mal verkauft und wurde vergoldet.

Hohe Ansprüche

Vor der Veröffentlichung des neuen Albums "Im Westen Nix Neues" ist er trotzdem nervös. Drei Jahre lang hat Prinz Pi daran gearbeitet. Sein Ziel ist es, immer noch besser zu werden - selbst gemachter Druck?

"Die schwierigen Themen und das, was mir am Herzen liegt, das handele ich unter meinem Künstlerpseudonym Prinz Pi ab."
Prinz Pi, Rapper

In seinen Songs arbeitet er gesellschaftliche Themen auf. Klingt eher sperrig, Prinz Pi hat dennoch Erfolg damit, obwohl er sich auch eher als Rapper-Außenseiter sieht. Dieser Erfolg öffnet ihm neue Türen, bringt ihm aber auch Missgunst ein.

"Erfolg gibt dir keine Freunde."
Prinz Pi, Rapper

In seinem neuen Album geht es um den amerikanischen Traum, der im Nachkriegsdeutschland als Ideal verklärt wurde. Diese Einstellung wirkt bis heute nach: Je mehr Erfolg und Geld wir haben, umso mehr konsumieren wir. "Uns wird versprochen, dass uns das glücklich macht. Uns wird auch versprochen, dass wir dadurch unsere Persönlichkeit ausdrucken können, je nach dem welche Produkte wir kaufen, um zu zeigen wer wir sind. Und das ist ein Versprechen, was sich bei mir und vielen anderen Leuten nicht erfüllt hat", sagt Prinz Pi.

Warum er überhaupt Musiker geworden ist? "Ich dachte, wenn ich Songs schreibe, dann werden schon ein oder zwei dabei sein, die so gut sind, dass die sich nach meinem Tod noch jemand anhören mag." Ein kleines Hintertürchen, sagt Prinz Pi, in die Unsterblichkeit.

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