Wenn draußen die Temperaturen im Sommer steigen, wird es drinnen schnell ungemütlich. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich die Zimmertemperatur auch ohne Klimaanlage senken - oder zumindest dafür sorgen, dass die Wohnung nicht noch heißer wird. Die besten hat Deutschlandfunk-Nova-Reporter Martin Schütz gesammelt.

1. Von außen schützen

Für unsere Wohnung gilt in Sachen Sonnenschutz das gleiche wie für unseren Körper: Es hilft am meisten, sie von außen zu schützen, damit sich die Wände nicht so stark aufheizen. Helfen kann:

Markise ausfahren, große Kübelpflanzen zur Verschattung davor, schnöder Sonnenschirm auf dem Balkon.

2. Wärme draußen lassen

Damit die Innenmauern möglichst lange kalt bleiben, sollten wir nur bei einer Außentemperatur von unter 25 Grad Celsius lüften. Meist ist das nachts oder morgens der Fall. Tagsüber sollten die Fenster im Optimalfall geschlossen bleiben.

3. Richtig lüften

Beim Lüften sollten wir nicht nur an die Fenster denken. Auch in Schränken kann sich tagsüber Wärme stauen, weshalb wir diese beim Lüften ebenfalls öffnen sollten.

4. Wärmespeichernde Dinge wegpacken

"Teppiche, Sofadecken und der ganze andere Kuschelkram aus dem Winter dürfen im Sommer gerne eine Pause im Keller machen", sagt Martin Schütz. Denn sie alle speichern Wärme – und genau das wollen wir verhindern.

5. Dunkle Vorhänge verstauen

Selbiges gilt für Vorhänge, wenn diese dunkel sind. Wer nicht auf Vorhänge verzichten kann oder möchte, der sollte helle Farben wählen, um Licht und Wärme nach draußen abzustrahlen und so die Wohnung kühl zu halten.

6. Elektrische Geräte ausschalten

Tagsüber sollten wir so wenig elektrische Geräte wie möglich benutzen, denn die geben Betriebswärme ab. Vor allem das Ausschalten von größeren Geräten wie dem Fernseher oder dem PC hilft, die Wohnung nicht noch weiter aufzuheizen.

7. Ventilator anschalten

"Der Ventilator kann echt ein guter Freund an heißen Tagen werden – auch weil er beim lüften helfen kann", sagt Martin. "Wenn wir ihn abends mit dem Rücken in Richtung Fenster stellen, wird die heiße, stickige Luft rausgedrückt. Wenn wir ihn später drehen, haut er die Bude mit kalter Luft voll."

Auch wenn Ventilatoren nicht kühlen können, machen sie wenigstens die Hitze angenehmer. Die bewegte Luft kühlt den Körper, indem durch das Verdunsten von Schweiß Verdunstungskälte entsteht. Hat es allerdings mehr als circa 35 Grad Celsius, sollte der Ventilator ausbleiben. Denn dann hat er den gegenteiligen Effekt.