Seit Tagen sehen wir die Bilder aus Texas: Menschen, die mit Booten gerettet werden - viele halten Hund oder Katze im Arm. Natürlich sind von einer solchen Flutkatastrophe nicht nur Menschen betroffen, sondern auch Tiere. Manche können sich selber helfen, andere nicht.

Besonders gut organisiert sind im Falle einer Überschwemmung Feuerameisen. Die schließen sich bei einer Flut zu einem Pulk zusammen - sieht aus wie eine Schlammschicht, die auf dem Wasser wabert. Die Tiere verbeißen sich ineinander und bilden auf diese Weise ein Floß. Sie lassen sich dann so lange treiben, bis sie wieder auf Land stoßen.

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Die Ameisen sind dann allerdings in dieser Situation sehr aggressiv und haben mehr Ameisensäure im Körper als sonst. Nach dem Hurricane Katrina im Jahr 2005 war einer Ameisenforscherin auch aufgefallen, dass viele Menschen mit roten Stichen übersät waren. Die waren in den Fluten solchen Ameisenflößen zu nahe gekommen.

Anders als die Ameisen haben viele Wildtiere große Probleme mit Überflutungen ihres Lebensraumes. Besonders dramatisch ist es für Nutztiere wie Kühe und Schweine, die in Ställen eingesperrt sind und keine Chance haben zu flüchten.

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Hunde und Katzen sind da in einer besseren Lage. Da haben die Behörden wohl auch aus Katrina gelernt. Damals, während des Sturms in Louisiana, sollen 250.000 Hunde und Katzen gestorben sein. Unter anderem deswegen, weil die Besitzer bei den Evakuierungen ihre Tiere nicht mitnehmen durften und zurücklassen mussten. Das zumindest sagt die Tierschutzorganisation ASPCA. 

In Houston gibt es in vielen Notunterkünften zum Beispiel gesonderte Bereiche für Tiere und ihre Besitzer, wobei die Tierschutzorganisationen trotzdem damit rechnen, dass auch diesmal viele Haustiere den Fluten zum Opfer gefallen sind, weil zum Beispiel Hunde angebunden im Hinterhof sitzen oder weil die Tiere einfach zu groß sind - Pferde etwa kann man nicht mitnehmen.

"Bei Hochwasser steht es nicht gut um die Tiere, wenn sich die Bauern nicht kümmern können."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk Nova

Der Habicht im Taxi

Während der Flut haben in den vergangenen Tagen in Texas aber auch viele Menschen spontane Rettungsaktionen für Tiere gestartet: Zum Beispiel haben Menschen Fledermäuse mit einem Kescher unter einer Brücke befreit. Die Tiere drohten dort zu ertrinken. 

Und ein Taxifahrer hatte plötzlich einen Sperber als Fahrgast auf der Rückbank sitzen. Der Vogel wollte das Auto partout nicht verlassen, also hat der Fahrer ihn mit zu sich nach Hause mitgenommen und ihn später in an eine Wildtierschutzorganisation weitergereicht.