Am 30. Juli verhakte sich eine Gondel der Kölner Seilbahn. 65 Menschen mussten aus einer Höhe von bis zu 40 Metern gerettet werden. Marcus Rausch war als Höhenrettungsführer verantwortlich dafür, alle heil herunterzuholen.

Die ersten Insassen, die gerettet wurden, war die vierköpfige Familie, die in der verhakten Gondel Nummer 38 saß – die mit "Maus und Elefanten". Marcus Rausch und seine Höhenretterkollegen stiegen im Pilon hoch bis zu der Plattform, wo die Gondel stecken blieb. Vom oberen Plateau der Stütze aus, haben sie die Rettung eingeleitet. Mit Seilen und technischen Geräten mussten sie sich dann zur Gondel abseilen, die sie zuvor mit Kettenzügen gesichert hatten.

Die Familie mussten sie über das geborstene Heckfenster aus der Gondel holen. Hätten sie die Tür geöffnet, hätte die Gefahr bestanden, dass sie herausgefallen wäre. Die Familie wurde bis zu einer Drehleiter abgeseilt. Andere Insassen, die in Gondeln direkt über dem Rhein saßen, mussten bis auf unter ihnen liegende Rettungsschiffe abgeseilt werden. Am einfachsten war die Rettung aus den Gondeln die über dem Ufer hingen. Hier konnten die Feuerwehren spezielle Drehleitern einsetzen.

So eine Höhenrettung dauert seine Zeit, erklärt Marcus Rausch. Erst stellen sich die Retter den in Not geratenen Menschen vor, erklären ihnen die Rettungsaktion, übergeben ihnen die Gurte und zeigen ihnen, wie sie sich sichern.

"Ich hatte noch keinen, der sich gewehrt hat."
Marcus Rausch, Höhenretter

Menschen mit Höhenangst begegnet Marcus Rausch genauso: Gut zureden und erklären. Die Menschen sehen, dass die Retter auch im Seil hängen und gewinnen so Vertrauen.

"Auch bei Leuten, die Respekt vor der Höhe haben, versucht man durch kompetente Äußerungen sachlich richtige Erklärung der Rettungsaktion, sie davon zu überzeugen, dass alles sicher ist und wir sie gut nach unten bekommen."
Marcus Rausch, Höhenretter

Den Kindern versucht Marcus Rausch einfach zu erklären, was geschieht und wie sie sich am besten verhalten sollen. Dann werden sie "an ihre Eltern angeschlagen", wie es im Fachjargon heißt. Das Kind wird mit einem Elternteil mit einem Seil verbunden und dann gemeinsam abgeseilt.

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