WhatsApp, Facebook, Mails, Twitter, Instagram, Tinder, Snapchat und Anrufe? Alles too much? Sollten wir lieber digital enthaltsam leben? Ist das rückwärtsgewandt, nostalgisch, blödsinnig? Oder der Weg zum Glück? Das haben wir am 25. Mai 2016 im Digitalen Salon diskutiert.

Willst du einchecken ins WLAN-freie detox camp, ohne Schnittstelle auf die analoge Yogamatte, mal wieder einen Brief schreiben? Oder ist das so gar nicht 2016, weil du das vernetzte Leben hundertpro lebst und in vollen Zügen genießt? Klarer Fall - das ist ein Thema für den Digitalen Salon - auch wenn #digitaldetox im klaren Widerspruch zum Titel dieser monatlichen Veranstaltung von DRadio Wissen und dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft steht.

Was Medien mit uns machen

Mitdiskutiert haben drei Gäste: Die Kommunikationswissenschaftlerin Nele Heise erforscht, was die Medien mit uns und wir mit den Medien machen. Eines ihrer Themen: Welche Beteiligung ermöglichen uns digitale Mittel? Und sie stellt sich gerne medienethische Fragen.

"Diese Verabschiedung aus dem Digitalen ist nicht für immer, sondern verläuft ganz oft in Phasen. Prüfungsphasen zum Beispiel."
Nele Heise, Medienforscherin

Kathleen Lindner hat Medienbildung studiert, sie arbeitet als Medienpädagogin - mit und für Kinder und Jugendliche, aber auch mit und für Erwachsene. Im Auftrag der Agentur Offlines berät und schult sie Unternehmen und Privatmenschen zum Umgang mit digitalen Medien und zur digitalen Balance.

"Wie oft benutzt Du das Handy? Wie oft bist Du in sozialen Netzwerken unterwegs?"
Kathleen Lindner, Medienpädagogin

Björn Stecher will nicht weniger, sondern mehr Digitalisierung. Er hat eine juristische und eine kaufmännische Ausbildung absolviert, dann als Qualitätssteuerer und Projektleiter gearbeitet. Seit 2014 ist er Referent bei der Initiative D21, einem Lobbyverein pro Digitalisierung, der zur Hälfte von Unternehmen der Branche getragen wird. Für die Initiative hat Björn auch am Onliner Atlas mitgearbeitet.

"Was sind unsere digitalen Bedürfnisse?"
Björn Stecher, Initiative D21