Wenn Ozon nah am Boden entsteht und auf hohe Lufttemperaturen trifft, dann kann das für Mensch und Umwelt gefährlich sein. Der Klimawandel fördert die Bildung von Ozon und erhöht damit auch die gesundheitlichen Risiken für uns.

Eigentlich schützt uns die Ozonschicht vor der Ultraviolettstrahlung der Sonne – zumindest, wenn sich das Ozon in der unteren Stratosphäre befindet. Wenn das Ozongas hingegen auf dem Boden entsteht, kann es zu gesundheitlichen Problemen führen. Auch der Natur kann das Gas in hoher Konzentration schaden.

Beim Menschen kann das Gas beispielsweise zu Reizungen der Atemwege, Atembeschwerden, Husten oder gar der Einschränkung der Lungenfunktion führen.

Eine besondere Risikogruppe für derartige Beschwerden gibt es nicht. Man gehe davon aus, dass etwa 10 bis 15 Prozent aller Menschen besonders empfindlich auf Ozon reagieren, schreibt das Umweltbundesamt. In der Regel verschwinden die Symptome wieder, wenn man die ozonhaltige Luft verlässt.

Kein Sport in der Mittagssonne

Je höher die Konzentration des Gases und je stärker die körperliche Anstrengung, desto intensiver können die Beschwerden bei uns Menschen sein. Deshalb sollten wir nicht in der Mittagssonne Sport machen, sondern in den frühen Morgenstunden oder abends, sagt Ute Dauert. Sie ist Mitarbeiterin beim Umweltbundesamt und dort verantwortlich für die Beurteilung der Luftqualität in Deutschland.

"Ozon ist ein farbloses, giftiges Gas und besteht aus drei Sauerstoffatomen."
Ute Dauert, Mitarbeiterin beim Umweltbundesamt

Auch für Pflanzen ist eine hohe Konzentration des Gases auf dem Boden schädlich. Denn sie wachsen dann schlechter und es kann zu Ernteausfällen kommen.

Zwar gibt es keinen Sommersmog wie in den 90er-Jahren mehr, weil Stoffe, die beispielsweise in Farben. Lacken und Autoabgasen vorkommen und zur Ozonbildung beitragen, gemindert werden konnten.

Doch es gibt weiterhin eine mittlere Ozon-Grundbelastung. Um die Situation für Mensch und Natur insgesamt zu verbessern, muss der Einsatz der Stoffe von Europa, Amerika bis China weiter reduziert werden, sagt Ute Dauert.