1942 begannen in Auschwitz-Birkenau die massenhaften Vergasungen mit Zyklon B. Der Plan, die europäischen Juden zu ermorden, war kurz zuvor bei der "Wannseekonferenz" beschlossen worden. Am Berliner Wannsee wurde der Massenmord noch als "Endlösung" umschrieben. 

Wenige Wochen zuvor hielt Propagandaminister Joseph Goebbels nach einer Hitlerrede vor dem deutschen Reichstag in seinem Tagebuch fest: "Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung des Judentums muß die notwendige Folge sein. Diese Frage ist ohne jede Sentimentalität zu betrachten."

Ins Werk gesetzt wurde dieses Menschheitsverbrechen in eigens dafür geschaffenen Vernichtungslagern in Auschwitz-Birkenau, Majdanek, Belcec, Sobibor und Treblinka. Diese Lager befanden sich auf dem Territorium des besetzten Polens, überall kam das Giftgas Zyklon B zum Einsatz. Die Leichen wurden verbrannt, über den Lagern standen kilometerhohe Rauchsäulen. Fotos der englischen Luftaufklärung vom September 1944 haben diese Tat dokumentiert.

Mindestens 2,8 Millionen ermordete Menschen

Allein in diesen Lagern sind zwischen Juli 1941 und Januar 1945 mindestens 2,8 Millionen Menschen umgebracht worden. Einige der Täter wurden in den 60er Jahren vor Gericht gestellt und in drei "Auschwitz-Prozessen" wegen ihrer Verbrechen angeklagt und in vielen Fällen zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Außerdem hört ihr noch in Eine Stunde History:

  • Annegret Schüle berichtet über die Firma Topf und Söhne, die die Öfen für die Krematorien in Auschwitz lieferte.
  • Nikolaus Wachsmann über die Arbeits- und Funktionsweise der nationalsozialistischen Vernichtungslager.
  • Werner Renz vom Frankfurter Fritz-Bauer-Institut über den Auschwitz-Prozess, der Mitte der 60er Jahre Details über das "Jahrhundertverbrechen" öffentlich machte. 
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über den nationalsozialistischen Rassenwahn, der in ein "judenreines" Europa unter deutscher Führung münden sollte.