Bei Amazon gibt's eh schon alles, bis hin zum Toilettenpapier. Nun will Amazon auch noch Dienstleistungen vermitteln. Haareschneiden zum Beispiel. Fernseh-Installationen. Oder Miet-Ziegen, die den Rasen kurzknabbern und düngen. Der Amazon Homeservice startet nun in den USA.

Angeblich haben manche Menschen schon seit Jahren keinen Laden mehr in der Fußgängerzone betreten. Warum auch, sie können sich eh alles im Netz bestellen, vor allem beim Marktführer Amazon. Damit wir nun auch keine Handwerker mehr anrufen müssen, bietet Amazon nun also seinen Home-Service an. Noch wird experimentiert: Ausgewählte Dienstleister bietet ihre Arbeit online an, Amazon kassiert ein paar Prozente vom Umsatz.

"Übers Netz vermittelte Dienstleistungen sind nichts Neues. Aber Amazon hat den Vorteil, dass es bereits diese riesige Reichweite hat."
DRadio-Wissen-Reporter Michael Gessat über Amazon als Dienstleister

Amazon will damit punkten, dass es seinen üblichen Service anbietet, zum Beispiel Preisgarantie und das Rückgaberecht. Die Palette von Dienstleistungen hängt immer davon ab, wo man konkret wohnt, weil die gelisteten Dienstleister nur einen bestimmten Radius abdecken können. Bisher gibt's das Angebot nur in einige US-Städten. "Wenn es erfolgreich ist, wird der Service auch irgendwann nach Deutschland kommen", vermutet DRadio-Wissen-Reporter Michael Gessat.

Dienstleister hoffen auf Amazon-Kunden

Michael ist skeptisch, dass Amazon Homeservice ein durchschlagender Erfolg wird: Ich glaube aber nicht, dass das neue Angebot megamäßig durchstarten wird." Dienstleistungen sind eben nicht so standardisiert wie Produkte. Die teilnehmenden Unternehmen sind aber erstmal zuversichtlich und hoffen auf einen neuen, großen Kundenkreis - und dafür treten sie gerne einen Teil ihrer Kohle an den Internetriesen ab.