Man nennt sie die "Weiße Stadt" oder auch "Stadt des Affengottes". Viele Mythen ranken sich um den Ort. Vergangenes Jahr wurde er im Regenwald von Honduras entdeckt. Nun begannen die Ausgrabungen.

Dies ist keine neue Folge von Indiana Jones. Hier geht es um Archäologie. Konkreter um die sogenannte "Weiße Stadt" in Honduras. Es gab schon viele Geschichten darüber. Forscher berichteten, dass Einheimische ihnen von der Stadt erzählt haben. Manche sind schon über den Regenwald geflogen, haben angeblich etwas gesehen, aber einer der Forscher starb, bevor er die genaue Lage durchgeben konnte.

Luftbilder machten die Ruinen sichtbar

Entdeckt wurde das Gebiet schließlich von dem Dokumentarfilmer Steve Elkins, der Luftbilder machte und den Boden mit 3-D-Laser-Sensoren abgetastet hat. Elkins sucht schon länger nach der Stadt, hat Geld gesammelt und die Forschung finanziert. Er und ein Team erkannten vor drei Jahren unter dem Dschungel-Dickicht Reste von Ruinen, Reste von einer Pyramide und alte Gefäße. Den genauen Ort hielt man zunächst geheim.

"Forscher aus den USA und aus Honduras graben jetzt und schauen, was sie finden. Die Regierung in Honduras hofft, dass das mal eine Touristenattraktion wird."
Ann-Kathrin Horn, Wissensnachrichten

Nun hat die Regierung in Honduras mehrere Stücke offiziell präsentiert - einen alten Becher und einen Mörser, vielleicht zum Mahlen von Mais. Es wurde auch schon der Kopf einer Figur gefunden und Gefäße, verziert mit Schlangen und Geiern.

Die "Weiße Stadt" wurde vermutlich nicht von den Mayas bewohnt, sondern von einem bisher unbekannten Volk. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Stadt etwa vom 11. bis zum 15. Jahrhundert besiedelt war - also vor etwa 500 bis 1000 Jahren.

Honduras' Präsident Juan Orlando Hernandez an der Ausgrabungsstätte.

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