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Heute Abend spielt Zenit Petersburg gegen Borussia Dortmund im Achtelfinale der Champions-League. Die gewaltbereiten Ultra-Fans des russischen Teams werden vorsichtshalber gar nicht ins Stadion gelassen. Sportjournalist Olaf Sundermeyer erklärt, wie die russische Fanszene tickt.

Wenn im Fußball zwei rivalisierende Teams aufeinandertreffen, dann kann die Atmosphäre im Stadion schon mal aufgeheizt sein. Besonders schlecht ist die Stimmung, wenn Zenit Petersburg und ZSKA Moskau, die beiden wichtigsten Mannschaften der ersten Liga Russlands, gegeneinander spielen. Denn gerade bei Zenit Petersburg sind die Ultras besonders stark, zu den Spielen ihrer Mannschaft bringen sie Pyrotechnik mit und sind für ihre Aktionen berüchtigt.

Rassistische Fanszene?

Nachdem es bei dem Spiel zwischen Zenit und Austria Wien am 11. Dezember 2013 in Wien zu Ausschreitungen gekommen war, werden die Ultrafans des Vereins zum Spiel heute Abend nicht ins Stadion gelassen. Der Sportjournalist Olaf Sundermeyer erklärt die Gewaltbereitschaft dieser Fans auch damit, dass sie rassistisch sind.

"Der russische Fußball ist dominiert von nationalistischen oder rassistischen Fans in den Fankurven der Ultraszene. Ihre Spitze haben sie in Petersburg. Das ist eine fast homogene rassistische Fanszene, die auch gegen ausländische Spieler wettert."
Olaf Sundermeyer, Sportjournalist

Allerdings, so Sundermeyer, setzen sich zurzeit die Funktionäre der Vereine für ein Umdenken ein. Schließlich will Russland 2018 die Fußball- Weltmeisterschaft austragen. Für das Achtelfinale der Champions-League heute Abend ist Sundermeyer weniger optimistisch. Denn obwohl die Zenit-Ultras nicht ins Petersburger Petrowski-Stadion gelassen werden, könnten sie Aktionen planen. Schließlich gilt Dortmund als Favorit und das Achtelfinale könnte die letzte Möglichkeit sein, zu der sich die Zenit-Ultras vor einer so großen Öffentlichkeit präsentieren können.