Wenn es um Angst geht, ist das Bild in vielen Sprachen ziemlich ähnlich: Im Englischen und Französischen gerinnt einem das Blut in den Adern, im Deutschen gefriert es. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden: da ist tatsächlich was dran.

Die Redewendungen sind schon Hunderte Jahre alt, der wissenschaftliche Beweis dazu ist neu. Forscher aus den Niederlanden haben mit Hilfe von Horrorfilmen geprüft, was eigentlich dran ist an Redensarten, wie "Da gefriert mir das Blut in den Adern". Sie stellten sich die Frage: Wird das Blut wirklich dicker, wenn wir große Angst haben?

Studienteilnehmer waren 24 Studierende und Uni-Mitarbeiter. Alle unter 30 Jahre alt und körperlich gesund. Und die mussten sich den Horrorfilm "Insidious" ansehen. Danach wurde ihnen Blut abgenommen und siehe da: Es wurden große Mengen des Proteins Faktor Acht gefunden. Das Protein ist mit dafür zuständig, dass das Blut gerinnt.

Schutz bei Verletzungen

Die Wissenschaftler erklären sich das Phänomen so: In seiner Zeit als Jäger und Sammler musste der Mensch zum Beispiel vor wilden Tieren fliehen. Weil dabei die Gefahr einer Verletzung steigt, hat sich das Blut schon vorsorglich auf eine mögliche schnelle Gerinnung eingestellt. Im Falle einer Verletzung würde so das Risiko sinken, zu verbluten, weil sich die Wunde schneller schließt.

Dass es durch den gleichen Effekt vermehrt zu Thrombosen oder Herzinfarkten kommt, wenn man Horrorfilme guckt, schließen die Forscher allerdings aus. Dazu müsste man schon über einen längeren Zeitraum sehr häufig vor Horrorfilmen sitzen.

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