Ihr wacht auf und wisst nicht wo ihr seid. Im Spiegel erkennt ihr euch nicht. Die eigene Stimme macht Angst. Der Psychotrip eures Lebens von Ror Wolf.

Es beginnt an einem Tag im Februar. Wann genau, weiß der Mann nicht mehr. Er fängt einfach an, zu erzählen. Erst als er um Schreibzeug bittet und dieses auch bekommt, kann er präzisere Angaben machen. Seine Identität ist so unbekannt wie der Ort, an dem er sich befindet. Vielleicht ist da noch jemand. Jemand, der ihm zuhört. Aber vielleicht ist da auch niemand. Nur er selbst.

Das Grauen auf Papier

Geweckt durch ein Rauschen, wird er nachts wach. Ein Schwarm Fledermäuse ist in seinem Zimmer. Der Raum ist ganz schwarz von den vielen flatternden Tieren. Am Tag darauf sieht er sich im Spiegel verschwinden. Nur noch die Beine sind zu sehen. Weil ihn seine eigene Stimme ängstigt, verbringt er den ganzen Tag schweigend vor dem Spiegel. Bis sich etwas bewegt. Was genau, ist nicht klar. Vielleicht er selbst. Wer weiß?

"Wäre es ein richtiger Roman, gäbe es sicher so etwas wie einen Plot, einen Plan, eine Struktur."
Lydia Herms, DRadio Wissen

"Ein Horrorroman" untertitelte Ror Wolf sein Buch über "Die Vorzüge der Dunkelheit". Aber in diesem Buch gibt es nur einen Mann, von dem niemand weiß, wer er ist, aber jeder erfährt, was er erlebt. Denn er schreibt alles auf, in genau 29 Kapiteln.

34 Likes, 6 Comments - Lydia Herms (@textfunk) on Instagram: "Zuerst träumte ich von sieben Lehrerinnen, die mich durch ein marodes H-Gebäude jagten, warum, weiß..."
Zuerst träumte ich von sieben Lehrerinnen, die mich durch ein marodes H-Gebäude jagten, warum, weiß ich nicht mehr. Dann stanzte ich Botschaften Berlin betreffend für meine Freundin Juliane, als Geschenk, nachträglich, sie wurde im Oktober 30. Dann traf ich Wiebke, eine Radiokollegin aus Köln, die ich nur von Telefonaten kenne, mit deren Freund ich aber beim MDR zusammengearbeitet habe, wie ich heute erfuhr. Danach guckten wir „Die Prüfung" im Collosseum und im Rahmen der Berlinale, eine Dokumentation über die Aufnahmeprüfung an einer, wohl der Schauspielschule in Hannover, bei der nur 10 von ca. 650 BewerberInnen pro Jahr (?) „weiterkommen". Jetzt sitze ich im WAU im HAU, trinke meinen vierten, oder dritten Kaffee und lese Ror Wolf, ergehe mich dabei in den schönsten Bildern der Welt, und freue mich auf Massive Attack. Juliane kommt gleich. Bald bin ich voll, befürchte ich. Hört mich seufzen. Selig. #lydialiest #rorwolf #dievorzügederdunkelheit #igreads #horrorroman #schöffling #instabooks #bookreview #dradiowissen #textfunk #☕️