Investoren bauen in Deutschland derzeit hundertfach neue Hotels. Genug Nachfrage gibt es im Moment - aber künftig auch?

Ein Hotelzimmer zu finden, dürfte in ein paar Jahren kein Problem mehr sein. Aktuell sind laut Hotelverband Deutschland 571 Neu- und Ausbauprojekte in Planung. Das bedeutet: In ein paar Jahren gibt es gut 85000 Hotelzimmer mehr in Deutschland. Gemessen an der derzeitigen Auslastung von 70 Prozent ist der Hotel-Bau-Boom nachvollziehbar.  

"Investoren sehen, dass Deutschland als Reiseland boomt. Seit acht Jahren gehen die Übernachtungszahlen ständig nach oben."
Dominik Peters, Deutschlandfunk Nova

Je mehr Hotels entstehen, desto angespannter wird aber auch der Markt. In Frankfurt zum Beispiel hat im März dieses Jahres die japanische Hotelkette Toyoko eine Filiale eröffnet - die erste in Europa. Mit Preisen von 40 Euro pro Nacht setzen sie andere Hotels unter Druck.  

Für kleinere Hotelbetreiber ist es nackter Überlebenskampf

Der Branchenverband Dehoga München beklagt, dass der Hotel-Boom in keinem Verhältnis mehr zur Nachfrageentwicklung steht. Zu leiden haben insbesondere kleine Hotels.

"Wenn die Preise sinken, ist das für uns Kunden natürlich nicht schlecht - für kleinere Hotelbetreiber ist es aber der nackte Überlebenskampf."
Dominik Peters, Deutschlandfunk Nova

Die absehbare Flut an neuen Hotels in Deutschland wird den Markt also aufwirbeln.

Für uns Kunden wenig beklagenswert ist der Trend der Hoteliers, sich zu spezialisieren. Immer häufiger findet man Angebote wie Erwachsenenhotels, Bio- und Vegetarierhotels, Business- und Designhotels.