In Regionen mit Internetanschluss sterben während eines Krieges mehr Menschen als in Regionen ohne. Das Netz ist eine wichtige Waffe für totalitäre Regimes wie zum Beispiel in Syrien.

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Human Rights Data Analysis Group gekommen. Darüber berichtet auch die Süddeutsche Zeitung in diesem Artikel. Die Vereinten Nationen haben die Studie beauftragt, rund 60.000 Fälle hat Studienleiterin Anita Gohdes analysiert. Was dabei herauskam: Regimes wie das syrische nutzen das Netz gezielt als Waffe. Die Regimes leuchten ihre Gegner mithilfe des Internets aus. Was sie auch tun: Manchmal lockern sie den Zugang zum Netz, ein anderes Mal erschweren sie ihn - ganz bewusst.

Scheinbare Freiheit im Netz

So geschehen in Syrien 2011 kurz bevor die Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad anfingen: Nach mehreren Jahren Sperre wurde Youtube kurz vor dem Beginn der Proteste gegen Präsident Assad 2011 vom Regime geöffnet - überraschend. Später wurde das wieder zurückgenommen, dafür waren Facebook und Twitter noch über Proxyserver zugänglich.

Die totale Kontrolle - mit oder ohne Netz

Mithilfe des Internets kann ein Regime die Stimmung im eigenen Volk viel besser einschätzen und damit auch die Gefahren, die von der Bevölkerung ausgehen.

Und wenn ein Regime wie das in Syrien den Zugang zu Facebook freigibt, kann das bedeuten, dass es Aktivisten aufspüren und ausschalten will.

Wenn es den Zugang zum Netz plötzlich abstellt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass das Regime eigene Angriffe startet will um Gegner auszuschalten.

In diesem Video stellt Anita Gohdes die Studie vor