Hunde können sehr sensibel reagieren: Viel Stress durch plötzliche laute Geräusche, einem Umzug oder Situationen, die die Vierbeiner verunsichern, können dazu führen, dass sie graue Haare bekommen.

Forscher von der Northern Illinois University in den USA haben 400 Hunde untersucht. Die Tiere waren zwischen einem und vier Jahren alt. Die Wissenschaftler wollten in ihrer Studie herausfinden, ob Stress bei Hunden graue Haare verursachen kann, genau wie auch beim Menschen. Dabei schlossen sie Rassen, die genetisch bedingt schon graue Haare haben, wie beispielsweise Australian Shepherds, von vorneherein aus.

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Da die Hunde zuerst an der Schnauze ergrauen, machten die Forscher Fotos von den Hundenasen. Um herauszufinden, ob gestresste Hunde grauer sind, als entspannte, wurde den Besitzern ein Fragebogen vorgelegt. Es zeigte sich, dass diejenigen Vierbeiner mehr graue Haare hatten, deren Halter angegeben hatten, dass die Hunde öfter Stress haben.

Mögliche Faktoren für Stress beim Hund

  • häufiges Wechseln des Wohnorts
  • zu oft alleine gelassen
  • laute Geräusche (Feuerwerk, Gewitter, Baustellen)
  • Überreizung ("Ball-Junkies")
  • keine klare Führung (Hund lernt, dass er Konflikte alleine klären muss)

Australian Shepherds mit der Farbe blue merle wurden aus der Studie ausgeschlossen

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Botenstoff sorgt für das Ergrauen der Haare

In Stresssituationen werden bestimmte Botenstoffe freigesetzt. Das ist ein Warnsignal an den Körper, dass Gefahr droht. Rund um die Haarwurzel befindet sich ein Netz aus Nerven, die auch Empfänger der Stressbotenstoffe sind.

Zu viel Stress kann dazu führen, dass die Haarwurzel abstirbt - in diesem Fall fallen die Haare aus. Es kann auch passieren, dass keine Pigmente mehr eingelagert werden, dann ändert sich die Haarfarbe in grau oder weiß. Eine Gute Nachricht: Die Haarwurzeln können sich theoretisch wieder erholen. Ernährung, Bewegung und auf die Gesundheit zu achten, sind dabei wichtige Faktoren.