Die griechischen Behörden machen ernst: Wie angekündigt haben sie damit begonnen, das Flüchtlingslager in Idomeni an der Grenze zu Mazedonien zu räumen. Die Grenzen bleiben nach wie vor dicht.

Idomeni. 8400 Flüchtlinge harren dort noch aus und warten. Erst darauf, dass sie weiter dürfen Richtung Norden. Und seitdem klar ist, dass das nichts wird, darauf, wie es weitergeht. Das ist seit spätestens heute Morgen klar. Idomeni wird geräumt.

Zugang zum Lager versperrt

Seit kurz vor sechs am Dienstag (24.05.) ist die Polizei im Einsatz. Mit sanftem Druck, wie ein Polizeisprecher sagt. Was das heißt:.Es soll keine Gewalt angewendet werden - überprüfen lässt sich das nicht, sagt DRadio-Wissen-Korrespondent Wolfgang Landmesser vor Ort, weil der Zugang zum Lager versperrt ist.

In der neuen Bleibe sollen die Zustände besser als in Idomeni sein, wo besonders Kinder unter den katastrophalen Zuständen leiden mussten. Aber auch in der neuen Unterkunft heißt es für die Flüchtlinge: Warten und Asyl beantragen. Die Grenzen bleiben dicht, seit die Balkanroute geschlossen ist. Weil es wenig Beamte gibt, wird die Bearbeitung der Asylanträge lange dauern.