Dasitzen. Gucken. Fühler auf Empfang. Ist das dieses "Im-Hier-und-Jetzt-Sein"? Wir wusstens es nicht, bis wir diesen Podcast gemacht haben. Und es ist ja auch gar nicht so einfach, über die Sache zu reden, ohne ins Esoterische abzugleiten. Das ist uns aber, Vorsicht Eigenlob, ganz gut gelungen.

Boxsportler Gilbert ist im Hier und Jetzt, wenn er mit seinem Sparringspartner im Ring steht und jederzeit was aufs Maul bekommen könnte. Gerade bei Selbstverteidigung kommt man ganz schnell in diesem Gefühl an, sagt Gilbert. Aber andere Sportarten gehen schon auch.

"Es ist aber 'ne Zumutung, zu verlangen, wir müssten alle mehr im Hier und Jetzt leben. Das ist ja schon wieder stressig. Aber wir müssen das Gefühl schon hin und wieder haben, einfach um mit uns klarzukommen, das ist auch ein Glücksfaktor."
Gilbert Dietrich, Philosoph, Blogger und Boxer

Und wie geht das? Darauf hat Fenne große Deter, Psychologin an der Uni Potsdam, eine Antwort: Häufiger mal das Handy in eine Schublade legen. Denn wenn wir es mit uns rumtragen oder es ständig neben uns auf dem Tisch liegt, greifen wir viel zu oft danach und lassen uns ablenken.

"Aber gerade, wenn wir mal tiefer nachdenken wollen, ist das schlecht. Zumal Studien zeigen, dass wir im Schnitt nur eine Minute bei einer App bleiben. Dann switchen wir schon zu nächsten."
Fenne große Deter, Psychologin

Das heißt: Von der Ablenkung lassen wir uns dann auch wieder ablenken. Und so switcht ihr von den News zu Insta, von da zum Wetter und schließlich im Browser vielleicht noch auf die Nova-Seite. Aber da findet ihr im Ab21-Podcast immerhin alle Infos, wie ihr zurückfindet zu diesem Ding namens "Hier und Jetzt"!