Ob wir zueinanderpassen, hängt davon ab, ob wir uns riechen können. Das ist bekannt. Eine neue Studie behauptet aber: Passt das Riechprofil, ist sogar die Erfolgschance bei einer Organ-Transplantation höher.

Wissenschaftler aus Israel haben für 200 Versuchspersonen ein Riech-Profil erstellt. Anhand von Skalen mussten sie beurteilen, wonach etwas riecht. Zum Beispiel vanillig, zitronig oder rauchig. Das ist nicht neu. Aber: Sie haben dabei festgestellt, dass unser Geruchssinn eng mit dem Immunsystem verbunden ist.

MIt Duft-Tests Spender eingrenzen

Laut Studie gibt es einen relativ starken Zusammenhang zwischen diesen Riech-Profilen und bestimmten Genen im Körper, die für das Immunsystem wichtig sind. Das HLA-System. Ob eine Organ-Transplantation erfolgreich verläuft, hängt ganz stark davon ab, ob dieses System beim Spender und beim Empfänger eines Organs kompatibel ist.

"Die Forscher sagen sogar, dass sie es mit 34 Duftnoten schaffen würden, für alle sieben Milliarden Menschen auf der Erde ein individuelles Riech-Profil zu bestimmen"
Anna Beerlink, Wissensnachrichten-Redaktion

Ganz so sicher ist dieses Verfahren zwar noch nicht, aber die Forscher nehmen an, dass man Spender so besser eingrenzen könnte. Dann wären weniger andere Tests nötig. Vielleicht hilft also ein einfacher Geruchs-Test in Zukunft dabei, die Erfolgschancen bei einer Transplantation zu steigern.