Die Lebensmittelpreise sind laut aktueller Verbraucherstatistik um 15 Prozent gestiegen. Wenn wir verstärkt auf Sonderangebote achten, lässt sich die Teuerungsrate aber ausgleichen. Wie viel sich sparen lässt, hat ein deutsches Shopping-Portal berechnet.

Um zu ermitteln, wie sich die gestiegenen Preise – beispielsweise bei Obst und Gemüse – durch gezieltes Sonderangebot-Shopping ausgleichen lässt, hat sich die Smart-Shopping-Seite Marktguru, ein Online-Netzwerk für Einkaufsprospekte, den Einkaufskorb des Statistischen Bundesamts zur Berechnung der Lebensmittelpreise vorgenommen.

Dort sind Preise von 126 Lebensmitteln aufgeführt – von A wie Apfel bis Z wie Zucker. Für diese Lebensmittel hat das Unternehmen die Sonderangebotspreise von Aldi, Edeka, Lidl, Rewe und anderen in aktuellen Prospekten erfasst und sie mit der offiziell statistisch erfassten Teuerungsrate verglichen. Martguru kommt zu dem Ergebnis, dass wir 43 Prozent der Inflationsrate bei Lebensmitteln ausgleichen könnten, würden wir nur auf diese Sonderangebote zugreifen.

"Supermärkte in vielen Ländern machen ja gerade jetzt, in der Rezession, einzelne Produkte super billig, um Kunden anzulocken."
Martina Schulte, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Billig-Preiskampf unter Supermärkten wird jetzt noch härter

Die Supermärkte scheinen in der Rezession uns noch stärker als sonst mit Sonderangeboten locken zu wollen. Das bedeutet auch, erklärt Martina, dass der Billig-Preiskampf bei Lebensmitteln aus den Vorjahren zwischen den Anbietern jetzt noch härter geführt wird.

Vor allem Discounter profitieren vom gestiegenen Preisbewusstsein der Menschen. Laut GfK Consumer Index haben die Discounter beispielsweise im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat 8 Prozent Zuwächse verzeichnet, während die Supermärkte keine neuen Kunden hinzugewinnen konnten. Auch die Hofläden melden einen Umsatzeinbruch, weil vielen Menschen diese Lebensmittel jetzt zu teuer sind.

Um die Lage für Läden und Kund*innen längerfristig wieder zu entspannen, schlägt Ramona Popp, Chefin der Verbraucherzentralen Bundesverband, vor, die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten abzuschaffen.

Sparen können wir auch, indem wir abgelaufene Lebensmittel im Supermarkt zu kaufen, schlägt Martina vor. Wer clever und lecker kocht mit günstigen Lebensmitteln, kann so auch sparen, ergänzt sie.