Es ist der Abend vor Halloween im Jahr 1938. Da geraten Amerikaner in New Jersey und New York in Panik. Der Radiosender CBS meldet, Bewohner vom Mars seien dabei, die Erde anzugreifen. Die Vorstellung, dass es außer uns noch Lebewesen im Weltraum gibt, fasziniert und erschreckt gleichermaßen.

Der Astrobiologe Dirk Schulze-Makuch glaubt fest daran, dass auf dem Mars Mikroben zu finden sein könnten. Man müsse nur richtig danach suchen. Vor vier Milliarden Jahren sah der Mars etwa noch ganz anders aus. Heute ist er ein Wüstenplanet, sehr trocken, sehr kalt. Aber damals war der Planet voller Ozeane. Und geregnet hat es auch.

Die Grundlage für außerirdisches Leben

Schulze-Makuch hat auf der "Langen Nacht der Wissenschaften" am 10. Mai 2014 in Berlin gesprochen. Sein Vortrag steht unter dem Titel: "Gibt es Leben auf anderen Planeten?“ Darin zeigt auf, welche Planeten und Monde eine Grundlage für Leben bilden könnten: für einzelliges Leben und auch für intelligentes, vielleicht in einem fernen Sonnensystem. Erdähnliche Bedingungen herrschen zum Beispiel auf dem Saturn-Mond Titan. Vielleicht gibt es außerirdisches Leben, vielleicht erkennen wir es nicht, vielleicht werden wir nicht erkannt.

"Vielleicht sind wir nicht interessant genug. Wenn wir eine Wurmspezies finden im Dschungel, dann versuchen wir auch nicht, mit der Wurmspezies zu kommunizieren."
Dirk Schulze-Makuch, Astrobiologe

Wenn sich schon keine Außerirdischen bei uns melden, Feuerkugeln landen tatsächlich ständig auf der Erde. Manchmal bringen sie auch noch etwas mit aus den Tiefen des Universums: Meteoriten. Ganz gierig auf dieses Gestein Jürgen Oberst, Leiter des Fachgebietes Planetengeodäsie. Er arbeitet am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, dem DLR in Berlin. Er berichtet über „Feuerkugeln und Meteoriten: Botschafter aus dem All“.

Mehr als 10.000 Tonnen außerirdische Materie regnen jährlich auf die Erde hinab. Manchmal fallen sogar Gesteinsbrocken mit einem Gewicht von 500 Kilogramm vom Himmel. Sie können erheblichen Schaden anrichten, sind aber wertvoll für die Forschung.

"Da gingen viele Dachziegel und Fensterscheiben zu Bruch. Es gab dadurch auch viele Verletzte. 1500 Leute mussten in Krankenhäusern behandelt werden und das zeigt, dass man bei diesen Ereignissen ein bisschen aufpassen muss."