Optisch unspektakulär, aber der Inlandtaipan hat es in sich. Sein Gift ist das stärkste aller Schlangen. Mit einem Biss kann der Inlandtaipan theoretisch 250 Menschen töten.

Mit zwei bis zweieinhalb Metern Länge ist der Inlandtaipan weder besonders groß noch klein. Aber sein Gift ist das stärkste aller Schlangen. Es ist 50 Mal giftiger als das der indischen Kobra und sogar 650 bis 850 Mal giftiger als das einer Diamantklapperschlange. Der Inlandtaipan könnte mit der mit einem Biss abgesonderten Giftmenge theoretisch 250 erwachsene Menschen, 250.000 Mäuse oder 150.000 Ratten töten.

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Obwohl der Inlandtaipan die giftigste Schlange der Welt ist, kennt sie kaum jemand. Das liegt vor allem daran, dass wenig Menschen von ihr gebissen werden. Der Inlandtaipan lebt tief im Outback in den heißen Wüstengegenden im Westen von Queensland. Da lebt kaum jemand, und dementsprechend gering ist die Chance, dass Inlandtaipan und Mensch aufeinander treffen. Außerdem ist das Tier scheu - bei Gefahr flüchtet es eher in eine Erdhöhle als anzugreifen.

Die gefährlichste Schlange ist die Sandrasselotter

Weltweit sterben pro Jahr 40.000 Menschen durch Schlangenbisse. In 10.000 Fällen durch einen Biss einer Sandrasselotter. Sie ist auf den ersten Blick unscheinbar und mit knapp einem Meter Länge auch sehr klein. Aber sehr aggressiv und auch sehr giftig.

"Allein in Indien töten Sandrasselottern jährlich 8.000 Menschen."
DRadio-Wissen-Autor Mario Ludwig über giftige Schlangenarten

Dass die Sandrasselotter so gefährlich ist, liegt daran, dass sie so häufig vorkommt. Sie hat ein riesiges Verbreitungsgebiet - von West- und Zentralafrika über Nordafrika und den Mittleren Osten bis nach Indien, Pakistan und Sri Lanka. Hinzu kommt, dass sie häufig in der Nähe von Häusern ist und sehr aggressiv reagiert, wenn sie gestört wird. Die Gefahr, gebissen zu werden, ist also sehr hoch.