Fotos vorm Louvre, am Strand oder auf einer Fridays for Future Demonstration - B. macht im Prinzip all das, was eine Influencerin auf instagram so machen sollte: Schöne Fotos und ein bisschen Selbstdarstellung. Aber B. ist kein Mensch, sondern eine Biene.

Etwas mehr als 160.000 Follower hat B. inzwischen auf der Social Media Plattform Instagram. Sie ist die erste Bienfluencerin der Welt. Aber B. ist nicht einfach nur ein oberflächliches, narzisstisches Wesen, dass gerne Fotos von sich ins Netz stellt. Nein, B. ist auch politisch aktiv. Im Auftrag der französischen Stiftung "Fondation de France" kämpft die Bienfluencerin gegen das weltweite Insektensterben.

Die gemeinnützige Stiftung wurde 1969 von der französischen Regierung gegründet. Sie hat unter anderem einen Bienen-Fonds aufgelegt, der wiederum unterstützt Initiativen, die erreichen wollen, dass zum Beispiel Bauern mehr für Bienen tun. Das heißt, es sollen mehr Blühstreifen angelegt und weniger Pestizide eingesetzt werden.

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Für alle, die sich jetzt Sorgen ums Tierwohl machen: B. ist keine echte Biene, sondern komplett computergeneriert. Aber der Account ist nicht einfach nur als PR-Kampagne für die Stiftung gedacht. Mit echten Werbepartnern soll hier auch Geld gesammelt werden für den Bienenfonds. Genau wie menschliche Influencerinnen und Influencer geht B. dafür Kooperationen mit Werbepartnern ein, die der Welt zeigen wollen, wie bienenfreundlich sie sind.

Auf der Suche nach Werbepartnern

Auf einem Foto auf einer Alpenwiese steht dann - so rein zufällig wie es bei Accounts von Influencern eben ist - ein Schild mit dem Namen eines bekannten Schweizer Kräuterbonbon-Herstellers. Das Unternehmen hat für das Foto entsprechend gezahlt - und das Geld für diesen Werbedeal fließt dann eben in den Bienenfonds. B. überlässt die Partnersuche aber nicht einfach dem Zufall, sondern bezieht die Community aktiv mit ein.

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So witzig die ganze Idee ist, mit einer Bienfluencerin via Social Media Spendengelder zu generieren, so ernst ist der Hintergrund für diese Aktion. Erst vor kurzem hat eine Studie gezeigt, dass das Insektensterben noch dramatischer ist als bislang vermutet. Die Gründe dafür sind vielfältig: Umweltverschmutzung, Pestizide, Monokulturen auf den Feldern und schrumpfende Lebensräume sind nur einige davon. Der Account macht mit viel Kreativität auf die Probleme aufmerksam. Das Blog Utopia warnt aber auch: "Mit einem Like ist noch lange nichts getan". Die Politik müsse handeln - etwa durch gezielte Förderung ökologischer Landwirtschaft.