Es scheint endlos viele Effektfilter für Instagram-Storys zu geben. Derzeit tauchen immer mehr Storyfilter von Influencerinnen und Influencern auf. Dank der Effekte können wir uns schöner machen – und die Influencer werden dadurch bekannter.

Mal die lustigen Hundeohren, mal fliegende Herzchenpfeile oder doch lieber einer mit Farbeffekt? Die Auswahl an Filtern für Instagram-Storys ist riesig. Und diesen Hype nutzen aktuell immer mehr Influencerinnen und Influencer, um ihre Reichweite zu steigern.

Viele bieten mittlerweile Effektfilter für Instagram-Storys an – zum Großteil kostenlos. Allerdings nicht selbstlos: Diese Augmented-Reality-Filter, also Filter mit Effekt, sind für sie ein Marketing-Tool. Folgen wir einer Person, die zum Beispiel den Farbeffektfilter "Moody Up" der Kölner Influencerin Carmushka für eine Story benutzt, ist der Weg zum Profil von Carmen Kroll alias Carmushka nicht mehr weit.

"Solche Storyfilter kann im Prinzip jede Person selbst zusammenschrauben und für alle Nutzerinnen und Nutzer verfügbar machen."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Entweder wir klicken in der angezeigten Story unter dem Namen des Users auf die Angabe des verwendeten Filters oder wir finden in der Storyfunktion über die Effekte-Galerie selbst zu den Marketingfiltern.

Frauenhände scrollen auf einem Smartphone durch die Instagram-Effektfilter-Galerie
© Deutschlandfunk Nova
Die Effektfilter-Galerie auf Instagram

Nachdem wir die voreingestellten Effekte durch mehrmaliges Wischen nach links überflogen haben, landen wir schließlich beim Button für weitere Effekte. Hier können Nutzerinnen und Nutzer unter anderem sehen, welche Influencer verschiedene Filter anbieten und diese entweder direkt ausprobieren oder für die eigene Vorauswahl abspeichern.

"Über den Weg der Storyfilter kommen wir mit Profilen in Berührung, für die wir uns sonst eventuell gar nicht interessiert hätten."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Das bedeutet: Die Effektfilter machen Profile von Filter-Anbietern bekannt, für die sich manche Instagram-Nutzer vorher gar nicht interessiert hätten.

Storyfilter als Marketing-Tool

Carmen Kroll bietet beispielsweise neun kostenlose Storyfilter an, mit denen die Bildästhetik ihres Profils nachgeahmt wird. Userinnen und User hätten damit bisher zwanzig Millionen Story-Sequenzen aufgenommen, sagte die Influencerin dem Magazin Online Marketing Rockstars. Seit dem Start ihrer Filter sei ihr Account um rund 140.000 neue Followerinnen und Follower gewachsen.

Mittlerweile bietet die Kölner Influencerin Presets zum Kauf an, mit der ihre Followerinnen und Follower Fotos im Nachhinein bearbeiten können. Vor ein paar Tagen hat sie ihr Angebot um eine App erweitert, die auch das Editieren von Videos ermöglicht.

Storyfilter selber bauen

Übrigens: Laut diverser Youtube-Tutorials kann sich jede Nutzerin beziehungsweise jeder Nutzer einen eigenen Effektfilter bauen. Alles, was wir dafür brauchen, ist ein Computer, ein Smartphone und einen Account bei Instagram und Facebook. Mit der kostenlosen App Spark AR Studio soll das Bauen eines Storyfilters innerhalb von zwanzig Minuten erledigt sein.