Der Streamingdienst stockt und auch sonst läuft das Internet nicht rund. Diese Probleme haben laut einer Umfrage viele Internetnutzer*innen. Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Minh Thu Tran erklärt, woran das liegt und was hilft.

Die Serie ruckelt oder lädt gar nicht erst und das W-Lan am Handy reicht nicht mal für das Versenden einer Nachricht. So oder so ähnlich geht es über einem Drittel der Deutschen regelmäßig, wie eine Umfrage vom Meinungsforschungsintitut YouGov zeigt. Die Studie wurde vom Frankfurter Internetknoten DE-CIX in Auftrag gegeben.

38 Prozent der Verbraucher*innen in Deutschland haben demnach mehrmals pro Woche oder sogar täglich mit spürbaren Verzögerungen bei der Internetnutzung zu tun. Am häufigsten stellten die Befragten Probleme am Feierabend fest, wenn das Video- oder Musikstreaming ruckelt (35 Prozent). Gut ein Fünftel (21 Prozent) hat während der Arbeit im Homeoffice Geschwindigkeitsprobleme.

In drei Schritten zu besserem Internet

Die Befragten machen vor allem äußere Ursachen für die schlechte Internetqualität verantwortlich. 41 Prozent nennen eine Netzüberlastung, 32 Prozent schlechten lokalen Netzausbau und 19 Prozent zu wenig Bandbreite als Gründe für die Verzögerungen. Doch auch wir als Nutzer*innen können bei Internetproblemen etwas tun.

1. Router prüfen:
Minh Thu Tran rät zunächst den Router zu überprüfen. Denn oft sei der ursächlich für Internetprobleme. "Ist dein Endgerät zu weit vom Router weg oder gibt es einen Fehler im Router?", sagt sie. "Welches Frequenzband benutzt du? Denn das kann man bei modernen Routern einfach auswählen."

"Die wichtigste Fehlerquelle bei Internetproblemen ist der Router."
Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Minh Thu Tran

2. Internetgeschwindigkeit überprüfen
Wenn wir sämtlich Routerprobleme ausgeschlossen haben, dann liegen die Ursachen meist auf der Anbieterseite. Gründe können etwa sein, dass unser Internet noch über einen alten Kabelanschluss kommt und nicht über Kabel oder Glasfaser.

Eine andere Möglichkeit ist, dass der Anbieter die versprochene Geschwindigkeit nicht einhält. "Dann kannst du in deinen Internetvertrag schauen, welche Upload- und Downloadgeschwindigkeit dir dein Internetanbieter versprochen hat", sagt Minh Thu Tran.

"Wenn du das Gefühl hast, dass das bestimmt weniger ist, dann kann ein Messungstool der Bundesnetzagentur helfen", sagt sie. "Wenn diese Messung ergibt, dass das Internet langsamer ist als versprochen, dann kannst du entweder deinen monatlichen Beitrag runtersetzen lassen oder außerordentlich kündigen und einen besseren Anbieter finden."

3. Anbieter wechseln
Dafür müssen wir zunächst einmal herausfinden, welche Kabel im Haus oder in der Wohnung verlegt wurden – also ob es Kabelinternet gibt oder DSL oder sogar Glasfaser. "Was du hast, das erfährst du am besten vor Ort, von deinen Nachbarn oder deinem Vermieter", sagt Minh Thu Tran.

Bevor wir einen neuen Internetvertrag abschließen, sollten wir uns alle Angebote von allen Anbietern anschauen. "Auch bei bestehenden Verträgen kann es sich lohnen zu gucken, ob man bei einem anderen Anbieter schnelleres Internet bekommen könnte – und dann zu wechseln", sagt sie.