Die Isis rückt immer näher an die irakische Haupstadt Bagdad heran. Ahmed Abdulkadhim lebt in Bagdad und rechnet mit dem Schlimmsten: Sein Auto ist vollgetankt. Mit seiner Frau und den Kindern kann er jederzeit gen Süden fliehen.

Die Menschen in Bagdad seien sehr besorgt, sagt Ahmed Abdulkadhim. Auch er selbst, 40 Jahre alt, trifft zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. Trotzdem gehen er und seine Frau jeden Tag zur Arbeit. Besonders verschärft habe sich die Situation seit dem 10. Juni: An dem Tag hat Isis die Stadt Mossul im Nordirak eingenommen - innerhalb von wenigen Stunden. Dabei ist Mossul die zweitgrößte Stadt des Landes.

"Meine Kinder sind drei und sechs Jahre alt. Ich muss sie und meine Frau beschützen."
Ahmed Abdulkadhim

"Habe ich die Zeit dafür?"

Zurzeit würden er und seine Familie einfach nur abwarten und auf das Schlimmste vorbereitet sein. Das spiegelt sich in der Stadt wider: Es werden neue Checkpoints eingerichtet, in den Straßen laufen mehr Soldaten herum, die Waffen sind präsenter.

"Ich erwarte das Schlimmste. Sie sind nicht zu stoppen. Wenn die Situation richtig schlimm wird, fahren wir in den Süden."
Ahmed Abdulkadhim