Moriel Rothman-Zecher lebt in Tel Aviv und er engagiert sich für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Er wünscht sich eine andere israelische Politik.

Moriel ist amerikanisch-israelischer Herkunft und lebt in Israel. Als er, wie jeder jüdische Israeli, den dreijährigen Wehrdienst leisten sollte, hat er verweigert. Er musste deswegen einen Monat lang ins Gefängnis. Und er bezieht offen Stellung gegen die israelische Politik: Unter anderem im Anti Occupation Collective, als Spoken Word Poet und über seinen Blog und Beiträge für Zeitungen und Magazine vertritt er klare Positionen: gegen Netanyahu, gegen die Mainstream-Politik, gegen die Besetzung palästinensischer Gebiete, gegen den Militärdienst.

In Tel Aviv sei seit dem Waffenstillstand zu spüren, dass die Menschen wieder zur Ruhe kommen. "Sie sprechen mehr über Alltägliches und weniger über die politische Lage."

Frieden statt Gewalt

Er ist damit nicht alleine - aber noch lange nicht in der Mehrheit: In Tel Aviv hat es in den vergangenen Tagen zwar Demonstrationen gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen gegeben. Die Demonstrationen richten sich gegen Gewalt. Es geht nicht darum ja zur Hamas zu sagen, oder die einzelnen, israelischen Soldaten zu verunglimpfen.

"An den Demonstrationen haben so zwischen 500 und 2000 Menschen teilgenommen. Vor einer Woche kam es zu größten Demonstration. Da kamen 6000 bis 7000 Leute."
Moriel Rothman-Zecher