Um die Jahrtausendwende schauten Menschen Musikvideos im Fernsehen – zum Beispiel auf MTV. Wer sich an diese Zeit noch erinnert, kennt auch Jackass – die Fernseh-Schwachsinns-Stunt-Show, in der sich ein paar Irre immer sehr weh getan haben. In dieser Woche kommt der vermutlich letzte Kinofilm "Jackass Forever" raus und Johnny Knoxville und Regisseur Jeff Tremaine erzählen in Eine Stunde Film über: Legenden des Schmerzhaft-Schwachsinns.

Im Großen und Ganzen ging es bei "Jackass" immer darum, irgendwo herunter zu fallen oder zu springen, sich auf Kommando von Insekten zerstechen oder zerbeißen zu lassen, als Clown gegen einen Rodeo-Bullen anzutreten, Apparaturen zu bauen, die einen umhauen oder diverse, nicht näher beschriebene, ekelige Dinge mit Körperflüssigkeiten auszuhalten.

Johnny Knoxvilles Arzt: Besser keine Gehirnerschütterungen mehr

Jackass hatte viele Verletzungen und Knochenbrüche zur Folge und war trotzdem immer auf lustig gemacht. Zwei Jahre lief die Show auf MTV, dann kamen einige Kinofilme. In dieser Woche nun, 20 Jahre nach dem Start von Jackass, erscheint der vermutlich letzte. Wir sprechen drüber mit unseren Gästen dieser Ausgabe: Jackass Erfinder, Host und "Hauptdarsteller" Johnny Knoxville und mit dessen Kumpel und Regisseur der ersten Stunde, Jeff Tremaine.

Johnny Knoxville war während des Drehs fast 50 Jahre alt und erzählt Moderator Tom Westerholt, dass er in vorangeschrittenem Alter doch die ein oder andere Grenze für sich definiert.

"Ganz ehrlich: Als mich der Rodeo-Bulle dieses Mal über den Haufen gerannt hat, das war schon heftig. Ich hatte schon eine Menge Gehirnerschütterungen in meinem Leben, aber dieses Mal eben auch Einblutungen davon. Mein Neurologe meinte: Besser wärs für mich, keine weitere Gehirnerschütterung mehr zu kriegen."
Johnny Knoxville, Erfinder und Hauptdarsteller von Jackass
Von links: Jeff Tremaine, Tom Westerholt, Johnny Knoxville
© privat
Von links: Jeff Tremaine, Tom Westerholt, Johnny Knoxville

Neu auf Netflix

Neu auf Netflix ist diese Woche eine neue Komödie von Shawn Levy: "The Adam Project". Kampfpilot Adam (Ryan Reynolds) reist aus dem Jahr 2050 satte 28 Jahre zurück durch die Zeit ins Jahr 2022, wo er auf sein zwölfjähriges Ich (Walker Scobell) trifft. Nun muss der kleine Adam dem großen Adam helfen, die Frau unschädlich zu machen, die das Zeitreisen überhaupt erst zu einer militärischen Waffe gemacht hat. Netter Sofa-Spaß mit ein paar guten Gags innerhalb des illustren Casts: Neben Reynolds spielen Mark Ruffalo, Jennifer Garner, Zoe Zaldana und Catherine Keener die Hauptrollen.

Als neue Serien hat Anna Wollner für uns das Mystery-Crime "The Rising" auf Sky vorgeguckt und die von vielen Fans lang ersehnte Fortsetzung der ARD Krimi-Comedy "Mord mit Aussicht". Ob die auch ohne Stars wie Bjarne Mädel aka Kommissar Dietmar "Bär" Schäffer an die früheren Erfolge anknüpfen kann, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von Eine Stunde Film.

  • Eine Stunde Film
  • Moderator:  Tom Westerholt
  • Gesprächspartner:  Johnny Knoxville, Jackass