Okay, 2016 war kein Feuerwerk der guten Nachrichten. Wir sagen aber: 2016 ist gar nicht sooo Scheiße. Ein Blick auf die guten Seiten des Jahres.

Wenn einer anfängt sich zu beschweren, dann können auch alle anderen nicht mehr aufhören. Irgendetwas ist ja immer. Und in diesem Jahr kam es tatsächlich ziemlich dicke: Konflikte in Syrien, Afghanistan und Jemen, Terroranschläge überall auf der Welt. Die Briten wollen raus aus der EU. George Michael, Prince, David Bowie haben uns verlassen. Und Trump wird US-Präsident. Puuuh!.

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Wir machen den Cut: Ab jetzt geht es gut weiter

Wir atmen ein und aus. Und schauen mal auf die netten Seiten von 2016. Denn die gab es ja auch, ehrlich.

Mehr fürs Klima

Fürs Klima war es tatsächlich ein relativ gutes Jahr. Ein immenser Schritt war das Klimabakommen von Paris. Endlich konnten die Länder sich einigen, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Und viele Länder ergreifen bereits konkrete Maßnahmen, sagt Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland.

"2016 ist es gelungen, nach dem großen Klimaabkommen von Paris Ende 2015, es innerhalb von einem Jahr in Kraft treten zu lassen. Und das ist Rekordgeschwindigkeit für UN-Verträge - und das war auch ein Zeichen dafür, dass viele Länder es wirklich ernst meinen mit dem Klimaschutz."
Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland

Und noch mehr Umwelt-News: In Deutschland sind Plastiktüten nicht mehr kostenlos erhältlich. Was das bringen kann, zeigt Großbritannien. Dort wurden 40 Prozent weniger Plastiktüten an Stränden gefunden, seitdem die Tüten dort nicht mehr gratis sind. Last Minute hat außerdem Obama gemeinsam mit Kanadas Premier Justin Trudeau weite Teile der Arktis und Gebiete im Atlantik zur Schutzzone erklärt. Das heißt: Dort soll es keine neuen Lizenzen für Öl- und Gasbohrungen geben.

Gutes fürs Web

Es war die Nachricht überhaupt für alle Musikfans: Nach sieben Jahren dicker Luft zwischen Gema und Youtube kam Anfang November endlich eine Einigung. Die Sperrbildschirme sind weg, der Weg frei für mehr Musikvideos auf Youtube und mehr Geld für Musiker.

Gemeinsam helfen

Viele Flüchtlinge in Deutschland, viel zu tun. Einerseits läuft die Jobvermittlung an Flüchtlinge bislang allerdings eher schleppend. Andererseits fanden von Dezember 2015 bis November 2016 34.000 Einwanderer aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Nigeria oder Eritrea eine Stelle, so das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Neben staatlichen und privaten Förderprogrammen bleibt die Hilfsbereitschaft der Menschen in Deutschland weiter hoch. Das sagt beispielsweise Donata von Schenck, Vize-Präsidentin beim Deutschen Roten Kreuz.

"Als positive Nachricht sehe ich, wie unsere Bevölkerung mitmacht. Es gibt Helferkreise, die nicht nur Kleiderversorgung machen, sondern die Sprach-Unterricht geben, helfen Anträge auszufüllen. Wenn man sich bemüht, und das tun unendlich viele, gelingt auch die Integration."
Donata von Schenck, Vize-Präsidentin beim Deutschen Roten Kreuz

Ein bisschen Frieden

Die Welt ist in Unruhe, erlebt weiterhin Kriege und Konflikte. An einigen Orten aber ging es auch gut aus. So konnte beispielsweise eine erneute Eskalation des Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan in letzter Minute verhindert werden.

In Kolumbien schlossen nach einem jahrzehntelangen, blutigen Konflikt Regierung und FARC-Rebellen einen Friedensvertrag. Präsident Manuel Santos wurde für seine Bemühungen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die kolumbianische Studentin Ana Corine Franco hat uns bei DRadio Wissen erzählt, was die Aussicht auf Frieden für sie bedeutet.

"Wir haben schon mehr als 50 Jahre einen Krieg gehabt. Es gab keinen Punkt in die Geschichte von Kolumbien, dass man sagen kann: Es gibt Frieden. Und ich glaube das kolumbianische Volk braucht das.“
Julia, Studentin aus Kolumbien

Eure persönlichen Highlights

Und dann gibt es ja immer noch die kleinen guten Erlebnisse, die es nicht in die Nachrichten schaffen: den neuen Job oder die neue Wohnung ergattern, anderen Menschen helfen, sich verlieben, eine Krankheit überstehen, dem Leben eine neue Richtung geben. Auf Facebook habt ihr uns von euren guten Erlebnissen im letzten Jahr erzählt. Mehr davon dann 2017.