Mit ihrem Debütroman "Marianengraben" landet sie 2021 in der Spiegel-Bestsellerliste. Aber Jasmin Schreiber ist auch Zoologin und Sterbebegleiterin – und das, was man einen Tausendsassa nennt.

Ein Wort, das ausgestorben scheint, aber voll auf Jasmin Schreiber zutrifft: Sie ist ein Tausendsassa. Sie ist ein Mensch mit vielen Begabungen, der vieles ausprobiert hat und dessen Interesse an Neuem grenzenlos erscheint.

Jasmin bringt sich selbst mit circa vier Jahren das Lesen bei, um ihre Mutter einer Lüge zu überführen: Jasmins Lieblingsserie sei an diesem Tag nicht im Fernsehen gelaufen, sagt ihre Mutter. Doch Jasmin gelingt es, die Uhrzeit und den Titel der Zeichentrickserie "Batman" in der Fernsehzeitschrift zu entziffern. Daraufhin bekommt sie von der anfänglich perplexen Mutter ihr erstes Buch geschenkt.

"Es war schon krass, dass ich studiert hab. Das war für meine Eltern ganz groß."
Jasmin Schreiber, Zoologin und Buchautorin

Natur und Tiere faszinieren Jasmin, daher entscheidet sie sich, Zoologie zu studieren. Nach dem Studium arbeitet sie eine Weile in der Tech-Branche. Weil sie sich viel mit dem Tod auseinandersetzt, fotografiert sie Sternenkinder, Babys, die vor oder kurz nach der Geburt sterben. Inzwischen hat sie sich zur Sterbebegleiterin ausbilden lassen.

Mit ihrem 2021 erschienen Debütroman "Marianengraben" landet sie auf der Spiegel-Bestsellerliste. Geschrieben hat Jasmin Schreiber schon seit ihrer Kindheit, wie sie selbst sagt. Ein Sachbuch zu schreiben, hat sie eigentlich nicht vor und tut es trotzdem. 2022 erscheint ihr nächstes Buch mit dem Titel "Biodiversität".

Brennnesseln pflanzen für Tagpfauenauge im eigenen Garten

Sie scheint voller Tatendrang und Energie zu sein, deswegen überrascht es ein wenig, dass Jasmin Schreiber von sich sagt, dass sie am liebsten ein Farn wäre, wenn sie sich das aussuchen könnte. Dann hätte sie im schattigen Wald ihre Ruhe, sagt sie.

Um sich die Schmetterlingsart Tagpfauenauge in den Garten zu holen, pflanzt Jasmin Brennnesseln. Denn die Raupen dieses Schmetterlings ernähren sich nur von diesem Kraut, das die meisten von uns lieber meiden.

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