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"Der Block" von Jérôme Leroy erzählt die Geschichte vom politischen Aufstieg einer rechtsextremen Partei in Frankreich – und von deren inneren Strukturen.

Ein Anruf auf dem Festnetz – und das ziemlich früh am Morgen. Das kommt verdammt selten vor. Entweder hat sich da irgendein Blödmann verwählt, oder es ist seine Mutter, was um diese Zeit sehr ungewöhnlich wäre.

Es ist Loux der frühere Leibwächter vom Alten. Und er warnt ihn, ausgerechnet ihn, Stéphane Stankowiak, den besten Freund von Antoine. Den Ausbilder der geheimen Delta-Gruppe, die aus rechten Terroristen besteht und auf Anweisung Probleme löst.

"Leroy schildert einen einzigen Tag im Leben zweier Freunde: Im Leben von Stanko und Antoine. Beide Männer gehören zum Block. Der eine aus Überzeugung, der andere aus Liebe zu einer Frau."
Lydia Herms, Deutschlandfunk Nova

Der Block wolle ihn loswerden, sagt Loux zu Stanko. Weil zu viel Blut und Dreck an ihm klebe. Weil er nicht mehr zum neuen Image der Partei passe, er sei zu glatzköpfig, zu brutal, zu offensichtlich rechtsextrem.

Die Nachrichten zeigen immer wieder die gleichen Bilder: Seit Wochen brennen die Vororte von Paris. Die Nachkommen von Migranten liefern sich blutige Kämpfe mit der Polizei. Die Zahl der Toten liegt bei über siebenhundert.

Die Vororte brennen

Immer lauter tönt der kollektive Angstschrei nach einer härteren Politik. Der patriotische Block erfährt zunehmend Zuspruch und rechts zu wählen, ist plötzlich kein Tabu mehr.

Was Stanko an diesem Morgen noch nicht weiß: Sein bester Freund Antoine wird am Ende des Tages Staatssekretär sein – und er, Stanko, tot.

Das Buch:
Jérôme Leroy: "Der Block" (OT: "Le Bloc"), Kriminalroman, aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt von Cornelia Wend, edition Nautilus, 320 Seiten.