Der Chef gibt auch nach Feierabend keine Ruhe, die Kollegin tratscht lieber als zu arbeiten und die Aufgaben sind furchtbar langweilig und monoton. In solchen Situationen denken wir oft daran, zu kündigen. Doch das ist nicht immer die Lösung unserer Probleme. Christine Kewitz ist Karriere-Coachin und erklärt, wann wir mit einem Job-Wechsel noch ein bisschen warten sollten.

Nicht immer löst eine Kündigung die Probleme, die wir im Job haben, erklärt Christine Kewitz. Deshalb sollten wir uns fragen, was in unserem Leben fernab der Arbeit gerade noch passieren würde. Vielleicht haben wir Probleme in der Familie, in der Partnerschaft oder etwas anderes belastet uns gerade sehr und wir denken nur, dass unsere Unzufriedenheit vom Job kommen würde.

"Oft hat es gar nicht so viel mit dem Job zu tun."
Christine Kewitz, Job-Coachin

Während wir uns reflektieren, sollten wir ehrlich zu uns selbst sein. Wenn wir beispielsweise in vergangenen Jobs ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann sollten wir uns fragen, woran das liegen würde. Zudem sollten wir Kolleginnen und Kollegen um eine Einschätzung unseres Verhaltens bitten und unser Verhalten selbst auf bestimmte wiederkehrende Muster hin untersuchen.

Vor der Kündigung: Zunächst zweigleisig fahren

Wenn wir alle anderen Ursachen für unser schlechtes Gefühl gegenüber unserer Arbeit ausgeschlossen haben, dann sollten wir laut der Expertin zunächst versuchen, die Lage besser zu machen. Als Beispiele dafür nennt sie etwa den Wechsel in eine andere Abteilung oder das heruntersetzen der täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit.

Doch manchmal hilft das alles nichts. Wenn uns die Aufgaben im Job ständig über- oder unterfordern, oder wir eine komplett andere Karriere anstreben zum Beispiel. Doch auch wenn wir wissen, dass wir unseren jetzigen Job bei der nächsten Gelegenheit verlassen wollen, sollten wir uns Zeit lassen, wie Christine Kewitz empfiehlt.

Ein Zurückschrauben der Arbeitszeit würde den nötigen Raum im Kopf schaffen, uns nebenbei weiterzubilden und uns darüber klar zu werden, worauf wir überhaupt Lust hätten. Wenn wir eine Zeit lang zweigleisig fahren würden, dann hätten wir auch eine Zukunftsperspektive und der Wechsel falle uns nicht mehr so schwer, so die Job-Coachin.

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