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In Deutschland gibt es inzwischen viele Medien für Menschen mit Migrationshintergrund. Und auch sie erleben einen dramatischen Umbruch: Während Zeitungen wie die Hürriyet dramatisch an Auflage verlieren, wachsen digitale Angebote auf Arabisch oder Farsi.

An deutschen Kiosken haben Zeitungen wie Russkaja Germanija, die Hürriyet und die Vesti ihren festen Platz. Die Diasporamedien berichten für Migranten in Deutschland. Immerhin haben rund 20 Millionen Menschen in unserem Land einen Migrationshintergrund. Doch genauso wie sich dieser Teil der Gesellschaft im Laufe der Geschichte der Bundesrepublik verändert, verändert sich auch die Landschaft der fremdsprachigen Medien.

Vor 15 Jahren hat die türkische Zeitung Hürriyet noch 100.000 Exemplare in Deutschland verkauft. Heute sind es nicht mal mehr 10.000. Andere Diasporamedien berichten von der gleichen Entwicklung. Auf der anderen Seite entstehen aber auch neue Angebote – zum Beispiel im digitalen Bereich.

Nachrichten auf Arabisch und Farsi

Ein Beispiel gibt es in Berlin: Zehn Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan, Ägypten und Iran berichten auf der Plattform "Amal Berlin!" über alles, was in Deutschland und Berlin für Neuangekommene wichtig ist. Cornelia Gerlach von der Evangelischen Journalistenschule stellt das Projekt vor. Journalistinnen und Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Iran und Ägypten informieren auf Arabisch und Farsi Mit-Migranten darüber, was in ihrer Stadt los ist. Es geht um alltägliches, wie etwa Wohnungssuche, aber auch um das, was im Roten Rathaus passiert. In den letzten Jahren sind viele ähnliche Projekte entstanden. Die Angebote wollen sich jetzt besser vernetzen. Was dahinter steckt, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von unserem Medienmagazin. Vor drei Jahren ist das Projekt gestartet und hat mittlerweile eine Leserschaft von 50.000 Personen. Vor einigen Monaten ist ein Ableger in Hamburg dazugekommen.

"In ganz Deutschland sind seit 2015 viele neue Medienprojekte für Migranten entstanden. Wir beobachten gerade eine Vernetzung untereinander und das hilft der jungen Szene sehr."
Cornelia Gerlach, Projektleiterin

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