Die Spieler der Sportart Jugger ähneln oft den Protagonisten aus Endzeitfilmen wie Mad Max oder Waterworld. Bewaffnet mit Schlagketten und überdimensionierten Q-Tips kämpfen sie in Stadtparks um den Sieg auf dem Schlachtfeld.

Das Ziel bei Jugger ist erstmal das gleiche wie bei allen anderen Ballsportarten auch, nämlich den Ball irgendwie im gegnerischen Tor unterzubringen. Nur heißt der Spielball Jugg und der Weg ans Ziel ist ziemlich ungewöhnlich. Zwei fünf-köpfige Teams sind mit einem Schild und unterschiedlichen Schlagwaffen ausgerüstet und bekämpfen sich auf einem Spielfeld, dass 20 mal 40 Meter groß ist.

Die Spielgeräte heißen Pompfer oder Q-Tip und sind mit gepolsterten Schlagflächen ausgestattet, mit denen der gegnerische Läufer, Qwik genannt, daran gehindert werden soll, ein Tor zu erzielen. Er ist der einzige Spieler beim Jugger, der den Ball überhaupt berühren darf und Punkte erzielen kann. Wird der Qwik vom Gegner getroffen, muss er für kurze Zeit auf dem Knie eine Strafzeit absitzen, bevor er wieder ins Geschehen eingreifen kann.

Freizeitgladiatoren nach australischem Vorbild

Vorbild für das martialisch anmutende Freizeitvergnügen in öffentlichen Parkanlagen ist der australische Film Die Jugger – Kampf der Besten mit Rudger Hauer von 1989. Bei den postapokalyptischen Gladiatoren des 23. Jahrhunderts dient ein Hundeschädel als Jugg, der auf einen Zielstab gespießt werden muss, um den Sieger zu küren. Bis es soweit ist, sind in der Filmvariante Knochenbrüche oder eingeschlagene Augen keine Seltenheit.

Mehr zu Jugger im Netz

  • Jugger EV | Homepage des Vereins Der Jugger E. V.