Auf den Promobildern zu seiner neuen Platte inszeniert sich Justin Timberlake als kerniger Naturbursche. Trotz aller Vermutungen im Vorfeld: "Man of the Woods" ist kein Country-Album geworden. Trotzdem klingt Timberlake auf dem neuen Album erwachsener. Und das passt jetzt besser zu seiner Biografie.

"Man of the Woods" - so heißt das fünfte Album von Justin Timberlake. Passend zum Titel sieht der Sänger mit Lederjacke und Bart auf den Pressefotos so aus, als wüsste er ganz genau, wie man ein Feuer macht. Und dann ist auch noch Chris Stapleton, ein ziemlich bekannter Countrysänger in den USA, auf dem Song "Say Something" zu hören. Country - ist das auch der Weg, den Justin jetzt geht? 

Viele Timberlake-Fans dürften erleichtert sein: Nein, "Man of the Woods" ist keine Countryplatte. Auch, wenn es Songs gebe, in denen der Countryeinschlag präsent sei, so unsere Reporterin Anke Van de Weyer.

"Justin Timberlake hat auch auf Instagram ein Video gepostet, wo er darüber rumfrotzelt, dass bitte mal alle aufhören sollen, so zu tun, als würde er eine Countryplatte machen."
Anke Van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Auf der neuen Platte gebe nach wie vor den Disco-Justin wie auf "Filthy“. Aber auch ein bisschen HipHop, sagt Anke.

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"Supplies" hat Justin zusammen mit The Neptunes produziert, also mit Pharrell Williams und Chad Hugo. Insgesamt sei der Sound von "Man oft the Woods" für Timberlake-Verhältnisse eher laid back, so Anke. Songs wie "Morning Light", bei dem auch Alicia Keys singt, gehen sogar eher in Richtung Gospel.

"Dieses ganze Countrygerede kam auch ein bisschen daher, dass er in einem Interview mit dem Rolling Stone gesagt hat, er will wieder zurück zu seinen Wurzeln."
Anke Van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Aufgewachsen ist Timberlake in Tennessee. Hier ist Country sehr populär. Und dieses ganze Back-to-the-Roots-Ding passe im Moment einfach auch sehr gut in seine Biografie. Denn die Lebensläufe von Künstlern wie Justin Timberlake seien durchchoreografiert, sagt Anke: "Es ist geplant, wann und wie sich ein Künstler verändert, damit er fresh, aber eben authentisch bleibt."

Justin Timberlake - vom Milchgesicht zum Mann

Angefangen hat bei Justin Timberlake alles als Disneystar. Dann wurde er mit der Boyband NSYNC weltberühmt. "Da hat er immer noch einige Mädchenherzen auf dem Gewissen", glaubt Anke: "Er hat sich vom Boygroup-Milchgesicht zum erwachsenen Popstar entwickelt, den man auch ernst nimmt. Auch durch geniale Stunts, wie das Nippelgate."

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Und plötzlich sei so gar nix mehr übrig geblieben vom Milchgesicht, sagt Anke. Kurz darauf kam dann sein bisher erfolgreichstes Album "FutureSex/LoveSounds" mit Hits wie "Sexyback".

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Das neue Erwachsensein habe ihm schließlich die Möglichkeit gegeben, sich als Filmschauspieler zu etablieren - zum Beispiel in "Inside Llewyn Davis" von den Coen-Brüdern. Dass er jetzt so auf back to the roots mache und sich einen Bart stehen lasse, ergebe Sinn, sagt Anke: "Justin Timberlake ist 37, er hat Familie. Dass er jetzt nicht mehr mit diesem sexy Image kokettiert, passt einfach besser zu ihm, als das vor ein paar Jahren noch der  Fall gewesen wäre.