Lars ist Aussteiger. Er hat keine Krankenversicherung, kein Bankkonto, keinen Job und keinen festen Wohnsitz und lebt in einem Zeltdorf.

Vor einem Jahr ist Lars ausgestiegen. Davor hat er als Erzieher in Lüneburg gearbeitet. Er hat sich in Larz Lebenskunst umgetauft und ist losgezogen. Über einen Umweg durch Deutschland und Österreich ist er in Köln gelandet. Heute lebt er in einem Zeltdorf der Kölner Friedenswerkstatt. Dort möchte er solange bleiben, bis sich die politische Situation in der Welt merklich Richtung Frieden verändert hat.

"Die Friedenswerkstatt ist ja ganz offiziell ein Aktivistencamp. Natürlich kommt von manchem auch ein 'Puh': Ihr wollt hier bleiben, bis der Weltfrieden da ist?"
Larz Lebenskunst, Aktivist

Lars raucht gerne mal eine selbst gedrehte Zigarette, aber Geld für Tabak, Kaffee oder Lebensmittel hat er nicht. Das, was Lars und seine Mitstreiter Britsche, Wike und Gunnar konsumieren, haben sie von Unterstützern gespendet bekommen. Auf Facebook posten sie regelmäßig, woran es ihnen akut fehlt. Aber wie Lars sagt, um Grundbedürfnisse zu befriedigen, denn zum Glücklichsein, fehlt es ihm an nichts.

"Der Mensch meint ja immer, dass er sich erst alle Wünsche erfüllen muss, um dann glücklich zu sein. Und ich glaube, ich würde es genau umdrehen: Man kann glücklich sein, ohne überhaupt einen Wunsch zu besitzen."
Larz Lebenskunst, Aktivist

Larz Lebenskunst singt "Per favore attentione"