Hattet ihr heute schon eure Dosis Kaffee? Dann habt ihr vermutlich von den Bohnen Arabica oder Robusta gekostet, denn die trinken fast alle auf der Welt. Für den Geschmack ist auch wichtig, woher die Bohne kommt und wie geröstet wird. Wir haben eine kleine Bohnenkunde für euch.

Vielfalt sieht anders aus. Es gibt zwar Filterkaffee, Espresso, Latte Macchiato und so weiter. Aber als Grundlage dienen fast immer dieselben zwei Kaffeebohnen-Sorten: die Bohne Arabica, die rund 60 Prozent des Weltmarkts ausmacht, und die Robusta, die fast den Rest abdeckt.

Spezialröstereien für den anderen Kaffee-Geschmack

Bei den Röstereien gibt es wieder mehr Vielfalt: Laut Deutschem Kaffeeverband hat sich die Zahl kleiner Spezialröstereien in Deutschland in den vergangenen Jahren versechsfacht. Zurzeit gibt es rund 600. Das sind 95 Prozent aller Röstereien in Deutschland. Klingt viel. Dennoch produzieren sie nur drei bis vier Prozent des Röstkaffees.

"Afrikanische Kaffees sind immer sehr fruchtbetonte Kaffees. Kaffees aus Südamerika weisen schokoladige und nussige Nuancen auf."
Isa Groß von der Kölner Rösterei Heilandt

In den Röstereien wird Kaffee aus Bohnen aus ganz unterschiedlichen Regionen gemischt. Neben den klassischen Anbauländern in Südamerika, dazu zählt zum Beispiel Kolumbien, sind momentan Kaffeebohnen aus Afrika beliebt. Gut ist, wenn viel Arabica in der Mischung drin ist, denn diese Bohne ist eine absolute Aromabombe. Die Robusta wiederum schmeckt eher holzig und bitter. Sie wird relativ oft als Beimischung im Espresso verwendet. Aber wie die Mischung letztlich schmeckt, hängt auch von der Röstung selbst ab.

Echte Kaffeebohnen-Experten schmecken nicht nur heraus, aus welchem Land die Bohne kommt, sondern auch auf welcher Höhe sie angebaut wurde: hoch ist lecker. Alles über einer Anbauhöhe von 1500 Metern gilt als Hochlandkaffee. Das ist gut für die Bohne: Sie wächst langsamer und reift damit auch langsamer. Das bedeutet mehr Aroma.

...und was ist mit dem guten Gewissen?

Falls ihr selbst die Bohnen für euren Espresso mahlt, dann nicht zu fein. In dem Sieb das Kaffeepulver eher locker anhäufen, keine feste, glatte Masse herstellen. Dann kann das Wasser entspannt durch das Pulver fließen und viel Aroma mitnehmen. Neben Geschmack geht es vielen Kaffeetrinkern auch um ein gutes Gewissen: Die kleine Röstereien können die Preise der großen Kollegen meist nicht halten. Dafür arbeiten sie teils mit Bauern direkt zusammen und zahlen bessere Löhne.