Ein bisschen verrückt muss Freya Hoffmeister schon sein, wenn sie gegen alle Widrigkeiten der Natur Südamerika umrunden will. Aber schließlich hat sie es geschafft.

Sie ist eine Ausnahmefrau und sie ist eine Ausnahemsportlerin: Freya Hoffmeister hat ihr Leben lang Sport getrieben. Über viele Jahre war sie bei Turnwettkämpfen dabei, machte Bodybuilding und Fallschirmspringen. Mit der Geburt ihres Sohnes hat sie sich 1996 aufs Paddeln verlegt und nahm das Baby in der Gepäckluke mit auf Kajaktouren.

Immer neue Herausforderungen

Aber nur so rumpaddeln aus Spaß ist nicht Freyas Sache. 2004 siegte sie beim Arctic Sea Kayak Marathon in Norwegen. Danach heimste sie weitere Medaillen nur so ein und ist heute die erfolgreichste Wettkampfkanutin bei Hochseerennen. Und weil ihr das noch nicht genug ist, hat sie angefangen Island zu umrunden - natürlich in Rekordzeit. Dann die Südinsel Neuseelands und 2009 mit Australien den ersten Kontinent - als erste Frau und als zweiter Mensch überhaupt. Dabei war sie wieder schneller als ihr Vorgänger. Ihr nächstes Ziel: Südamerika. Am 30. August 2011 ist sie in Buenos Aires gestartet, wo sie am 30. April 2015 nach erfolgreicher Umrundung des Kontinents wieder anlegte.

Eine Schildkröte springt Freya Hoffmeister aufs Kajak als sie von Salvador nach Rio de Janeiro paddelt.
Eine Schildkröte springt Freya Hoffmeister aufs Kajak als sie von Salvador nach Rio de Janeiro paddelt.
"Nachdem ich rund um Australien bereits erfolgreich beendet hatte, dachte ich mir, jetzt machst du noch etwas. Welcher Kontinent kam in Frage als nächst kleinerer? Das war dann Südamerika, das sich anbot."
Freya Hoffmeister, Rekordkanutin

Bis auf eine Eskorte an der kolumbianischen Küste zu ihrer Sicherheit und einem kurzen Intermezzo ihres Partners bei Chile ist Freya die 27.000 Kilometer allein gepaddelt. Das hochseetaugliche Kajak fasst alles, was Freya für rund zwei bis drei Wochen braucht, um unabhängig an der Küste entlang zu fahren. Zur Ausrüstung gehören Essen, Trinken, Kleidung und Campingausrüstung. Das Gepäck kommt zusammen auf ein Gewicht von 100 Kilo.

"Ich hätte auch Richtung Antarktis geblasen werden können."
Freya Hoffmeister, Rekordkanutin

Einer der gefährlichsten Streckenabschnitte was Meer und Wetter angeht ist rund um Kap Horn, wo auch Hochseeschiffe verunglücken. Mit viel Glück konnte sich Freya bei Sturm an die Küste retten, bevor sie Richtung Antarktis abgetrieben worden wäre. Auch in dieser Situation war Freya auf sich gestellt, reparierte das beschädigte Kajak, nachdem sich das Wetter gebessert hatte und setzte ihre Reise fort.

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